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Zeit zum Lesen

„Reading Week“ bei Studenten beliebt

In Ruhe Texte lesen, sich auf die nächste Prüfung vorbereiten, Zusatzveranstaltungen besuchen - dafür haben Studenten diese Woche genug Zeit. Doch machen sie auch Gebrauch davon?
Foto: Thorsten Richter (thr).Sommer in der Stadt - Lernen in der Uni Marburg, hier Johannes Ziegler (7. Semester Psychologie) in der UB

Foto: Thorsten Richter (thr).
Sommer in der Stadt - Lernen in der Uni Marburg, hier Johannes Ziegler (7. Semester Psychologie) in der UB

© Thorsten Richter

Marburg. Jedes Jahr findet an der Uni Marburg die sogenannte "Reading Week" statt. Während in dieser Woche, also zwischen dem 17. und 20. Mai 2016, der Fachbereich 03, Gesellschaftswissenschaften und Philosophie, in die Lese- und Projektwoche involviert ist, sind im Wintersemester (21. bis 25. November 2016) weitaus mehr Fachbereiche wie der Fachbereich 09, Germanistik und Kunstwissenschaften, Fachbereich 21 die Erziehungswissenschaften und Fachbereich 10 fremdsprachliche Philologien daran beteiligt. 

Erstmals im Wintersemester 2010/2011 eingeführt soll den Studierenden in der Reading Week Raum für eigene Initiativen, vertiefendes Arbeiten allein oder in Gruppen und für studienbezogene extracurriculare Aktivitäten in den verschiedensten Formen gegeben werden. Dafür fallen eine Woche lang die regulären Lehrveranstaltungen aus. Im Rahmen der Lehrveranstaltungen können etwa Lektüreaufgaben gestellt, Prüfungstermine angesetzt oder Exkursionen durchgeführt werden.

„Das ist im Unialltag häufig nicht möglich“, weiß Dr. Antje van Elsbergen, Studiendekanin vom Institut für Europäische Ethnologie/Gesellschaftswissenschaften, der sich auch an der Reading Week beteiligt. Sie selbst bietet in dieser Woche besondere Sprechstunden für ihre Studenten an, in denen sie die Möglichkeit haben, über anstehende Abschlussarbeiten zu sprechen. Für Van Elsbergen ist dies eine gute Gelegenheit, um „miteinander ins Gespräch zu kommen und genau zu erfahren, worüber die Studenten schreiben wollen“. An ihrem Fachbereich werden die seit fast sechs Jahren angebotenen Projekte sehr gut von den Studenten angenommen. „Von 9 bis 18 Uhr brennt bei uns die Hütte“, so van Elsbergens Beobachtung.

"Programm müsste öffentlicher gemacht werden?"

Wie sieht es mit Studenten anderer Fachbereiche aus? „In der Vergangenheit habe ich nicht mitgemacht“, sagt der 23-jährige Medienwissenschaftler Christian Baumann. Statt an Lehrveranstaltungen oder Arbeitsgruppen teilzunehmen, sei er in die Heimat gefahren oder habe sich mit Freunden getroffen. „Prinzipiell finde ich die Idee gut, weil man die Gelegenheit hat, Texte nachzuholen. Das habe ich schon gemacht während der Reading Week“, sagt er.

„Man hat ja häufig noch vieles anderes zu tun für die Uni: Referate vorbereiten, Thesenpapiere erstellen, Essays schreiben“, findet auch Verena Schmitz (kleines Bild, rechts), die Kunst, Musik und Medien studiert und die die Reading Week gern nutzt, um Aufgaben nachzuholen.

Die 20-Jährige kritisiert aber, dass man als Student wenig davon mitbekomme und schlägt vor: „Das Programm müsste öffentlicher gemacht werden, also nicht nur im Internet, sondern auch auf Plakaten.“ Ihre Kommilitonin Sarah Vogt (links, 23) sieht das ähnlich: „Ich kriege immer relativ wenig davon mit, wo welche Veranstaltungen stattfinden. Ich fände es auch gut, wenn mehr Verbindungen zu unseren Studieninhalten hergestellt werden würden.“ Auch Germanistik-Student Naur Shisgioun (kleines Bild, 20) hat bisher nichts von der anstehenden Reading Week mitbekommen, findet die Idee aber „gut“: „Ich würde gern daran teilnehmen.“

Ole (24) hat in der Vergangenheit schon mehrfach daran teilgemommen: „Ich habe Leseveranstaltungen besucht - die sind in meinem Fach sehr hilfreich“, sagt der Französisch-Student. „Ich finde es sinnvoll - gerade wenn man Seminare hat, wo man mehrere Texte parallel lesen muss, ist es hilfreich eine Woche zu haben, wo man wirklich mal lesen kann und nicht so viel nebenbei machen muss. Das geht sonst unter.“

Das Programm der Reading Week ist auf www.uni-marburg.de zu finden.

von Ruth Korte


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