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Nützliche Infos statt Kaffeeklatsch

"Coffee Lectures" Nützliche Infos statt Kaffeeklatsch

Wie schreibe ich eine Hausarbeit? Wie finde ich die richtige Literatur? Fragen, die sich jedem Studenten einmal stellen. In den „Coffee Lectures“ der Uni-Bibliothek gibt es die Antworten darauf in Kurzform.

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Erstmal einen Kaffee: Organisator Timo Glaser und Referentin Sylvia Langwald.

Quelle: Peter Gassner

Marburg . „Um eine gute Hausarbeit zu schreiben, sollte man sich über die richtigen Methoden im Klaren sein“. Was Sylvia Langwald den Zuhörern mit auf den Weg gibt, klingt banal. Für 11 Studenten, die zur ersten Marburger „Coffee Lecture“ in die Uni-Bibliothek gekommen sind, sind diese Worte jedoch eine erste wertvolle Orientierungshilfe.

Auf die Minute genau um 13.45 Uhr beendet Langwald ihren Kurzvortrag. Doch 15 Minuten reichen für einen ersten Überblick bei Studentin Ina Karn, die in diesem Semester zum ersten Mal eine wissenschaftliche Hausarbeit schreiben wird. „Die Zeit ist natürlich sehr kurz“, sagt sie. „Aber es ist zumindest schon einmal ein bisschen Input. Das ist eine nette Sache.“ Und gratis Kaffee gibt es auch noch dazu.

11 Studenten sind zur ersten Veranstaltung gekommen und hören zu, wie Langwald zu fünf Schritten beim Verfassen einer Hausarbeit rät: 1. Planen (Zeitplan aufstellen, welche Methode möchte ich anwenden?), 2. Recherchieren (nach Literatur suchen), 3. Strukturieren (Was ist wichtig? Was kann ich weglassen?), 4. Schreiben, 5. Überarbeiten (erst auf Inhalt achten, dann Sprache, dann Formalia). Und am Ende „darf man sich dann auch mal belohnen, denn dann hat man eine ganze Menge geschafft“, schließt sie.

"Coffee Lectures" stammen aus Universitätsbibliothek in Zürich

Timo Glaser, der die „Coffee Lectures“ organisiert, ist zufrieden. „Für den Anfang war das schon ziemlich gut besucht heute“. Während des Semesters findet die Veranstaltung nun an jedem Dienstag und jeden Donnerstag jeweils um 13.30 Uhr statt. Von einem Überblick zum Thema Plagiate, über Bücher als Digitalisate bis hin zum Ausleihen von Büchern aus anderen Bibliotheken – all diese Themen werden im Laufe des Semesters aufgegriffen. Die Referenten wechseln dabei wie in einer Ringvorlesung.

In dem „lockeren Format“ sollen die Studenten nützliche Techniken für den akademischen Alltag mitbekommen, erklärt Glaser. Abgeschaut hat er sich die Idee bei der Universitätsbibliothek in Zürich. Das Format soll in diesem Semester erst einmal ausprobiert werden, nach dem Umzug in das neue Gebäude am Campus eröffnen sich dann eventuell noch weitere Möglichkeiten.

Ausführliche Anleitungen sind im begrenzten zeitlichen Rahmen logischerweise nicht möglich. „Man muss sich auf das Grundproblem konzentrieren und kann nicht auf jede Kleinigkeit eingehen“, sagt Langwald. Wer mehr Informationen benötigt, kann jedoch auf weiterführende Angebote der Unibibliothek zurückgreifen. Die Coffee Lectures sollen erst einmal als „Appetizer“ dienen, so Glaser. Nicht jeder habe immer die Zeit, zwischen den Vorlesungen zwei Stunden zu investieren. Mit der neuen Veranstaltungsreihe habe man nun aber die Option, sich wichtige Informationen auch häppchenweise bei einer Tasse Kaffee einzuholen.

Im weiteren Programm der Coffee Lectures werden zum Beispiel auch weitere Detailaspekte zu Hausarbeiten („Dos und Don’ts in der Einleitung / Tipps für einen überzeugenden Schlussteil) erklärt.

von Peter Gassner

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