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Leichenpredigten zeigen Alltag vor 300 Jahren

OP-Serie Leichenpredigten (Teil 1) Leichenpredigten zeigen Alltag vor 300 Jahren

Spannende und kuriose Lebensläufe aus der Zeit zwischen 1530 und 1750 arbeiten die Mitarbeiter der Forschungsstelle für Personalschriften an der Uni Marburg auf.

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Pfarrersfrau von Balken erschlagen

Dr. Eva-Maria Dickhaut, Leiterin der Forschungsstelle für Personalschriften an der Uni Marburg, erforscht mit ihrem Team die Leichenpredigten aus vergangenen Jahrhunderten.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die OP-Serie über Leichenpredigten startet am Dienstag mit einem spektakulären Kriminalfall aus der Vergangenheit.

Es geht um den zunächst ungeklärten Todesfall eines Müllers in einem thüringischen Dorf im Sommer 1689. Beging der Müller und Mühlenbesitzer Thomas Lange damals Selbstmord, oder wurde er das Opfer eines lange geplanten Mordes. Die Antwort darauf liefern der Nachwelt die Protokolle der Gerichtsverhandlung, die ein Bestandteil der Leichenpredigt für den Verstorbenen waren.

Die gedruckten Begräbnisreden sollten die Hinterbliebenen trösten. Für die Marburger Wissenschaftler an der Forschungsstelle für Personalschriften sind die Leichenpredigten interessante kulturhistorische Quellen, die den Alltag in Hessen, Schlesien, Thüringen und Sachsen anschaulich machen.

In weiteren Folgen dokumetiert die OP in der Serie gemeinsam mit der Forschungsstelle weitere Lebensläufe. Dabei geht es unter anderem um die Erlebnisse einer Pfarrersfrau im Dreißigjährigen Krieg, die Biographie des Gründers des Senckenberg-Museums und die Spukerlebnisse eines Pfarrers.

von Manfred Hitzeroth

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP und bereits am Montagabend auf Ihrem iPad.

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Der Tod einer Pfarrersfrau im Dreißigjährigen Krieg ereignete sich nicht in den Kriegswirren, sondern geschah aufgrund eines tragischen Unglücksfalls.

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