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„Keine Turnhallendimensionen“ in Notquartieren

Studi-Ratgeber „Keine Turnhallendimensionen“ in Notquartieren

Zum Semesterbeginn wird der, in Marburg ohnehin begrenzte, Wohnraum immer wieder besonders knapp. Das Studentenwerk verrät Hilfreiches zur Wohnungssuche.

Marburg. Studenten, die nach Marburg kommen, sollten sich auf eine Suche einstellen, „die einen längeren Zeitraum“ in Anspruch nimmt. „Denken Sie daran, dass es gerade im Wintersemester nur wenig preisgünstigen Wohnraum in Marburg gibt, und dass die Nachfrage nach studentischem Wohnraum zu Semesterbeginn am höchsten ist“, warnt das Studentenwerk Marburg Neuankömmlinge bereits auf seiner Webseite. Dennoch bietet es einige Hilfestellungen, um möglichst viele von ihnen zum Vorlesungsstart unterzukriegen.

In mehreren Studentenwohnheimen bietet das Studentenwerk selbst Zimmer an. Doch auch dort sei eine frühe Anmeldung nötig, so Sprecherin Franziska Busch. Gerade zum Beginn des Wintersemesters gebe es erfahrungsgemäß eine Warteliste. Ein Wohnheimplatzantrag kann auf der Homepage des Studentenwerks gestellt werden – unverbindlich und kostenlos bereits vor der Immatrikulation. Der Nachweis ist erst zum Einzugstermin erforderlich. Die Chance, schneller an eine Unterkunft zu kommen, bestehe für diejenigen, die sich nicht auf ein bestimmtes Wohnheim festlegten, sagt Busch.

Wer dagegen auf dem freien Wohnungsmarkt nach einer Bleibe suche, könne sich im Anzeigenteil der OP oder am schwarzen Brett im Studentenhaus informieren. Das Studentenwerk vermittelt freie Zimmer zudem über die Internetbörse
„Fairmieter“, die laut Busch „recht gut“ angenommen wird.  Eine Statistik zu vermittelten Angeboten gibt es jedoch nicht.

Neben dieser Privatzimmerbörse hat das Studentenwerk das Programm „Wohnung für Hilfe“ initiiert. Das Konzept dahinter: Senioren bieten Studenten kostenlos oder günstig ein freies Zimmer zum Wohnen an, im Gegenzug helfen die Mieter den älteren Menschen bei Alltagsaufgaben, die sie selbst nicht mehr so gut bewältigen können. Außer an Senioren richtet sich das Programm aber auch beispielsweise an Familien, die Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen können.
Sollte jemand trotz allem noch keine Wohnung gefunden haben, muss er dennoch nicht auf der Straße schlafen. Für betroffene Personen werden Notunterkünfte angeboten. Jeder, der spätestens einen Tag vorher einen Online-Antrag für einen Wohnheimplatz gestellt hat, kann für einen Preis von 75 Euro im Monat in einer entsprechenden Einrichtung für vier bis acht Personen unterkommen. „Turnhallendimensionen gibt es bei uns nicht“, schreibt das Studentenwerk auf seiner Homepage. Insgesamt 57 dieser Notquartiere hatte das Studentenwerk für den Beginn dieses Wintersemesters eingerichtet, nur 15 davon seien im Moment belegt, sagt Busch.

von Peter Gassner

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