Nicht nur in puncto Dimensionen unterscheidet sich der Raum vom heimischen Tiefkühlschrank: „Die Lagerung erfolgt nach dem First-in-first-out-Prinzip, also die Lebensmittel, die am längsten drin sind, werden als erste verbraucht“, sagt Johanna Käß. Die Diplom-Ökotrophologin ist im Studentenwerk für die gesunde Ernährung zuständig und achtet auch auf die Hygiene in der Lagerung. Mit technischer Unterstützung: Der Tiefkühlraum hat ein Alarmsystem, das einen Warnton absetzt, sobald die Tiefkühlung „nur noch“ minus 12 Grad kalt ist.
Bernhard Jesberg ist zwischen den Klimazonen unterwegs: Drei- bis viermal am Tag setzt sich der Lagerleiter der Mensa am Erlenring dramatischen Temperaturschwankungen aus. Nämlich immer dann, wenn er den Tiefkühlraum im Erdgeschoss des Mensa-Gebäudes betritt.
Minus 24 Grad herrschen dort, damit die gefrorenen Lebensmittel nicht leiden. Von den zwei Tonnen Tiefkühlgemüse im Lager werden an einem normalen Semestertag 200 bis 300 Kilogramm in der Erlenring-Mensa verarbeitet und verzehrt. Hinzu kommen ähnlich imposante Mengen an Pommes frites, Pizzaböden und anderer Tiefkühlware.
von Sabine Nagel-Horn
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