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„Hier kann ich mich am besten erholen“

"Helden im Hintergrund" „Hier kann ich mich am besten erholen“

Mit 20 Hektar gehört der Botanische Garten auf den Lahnbergen zu den größeren in Deutschland. Viel Arbeit also für die Gärtnerin Corinna Stroetmann und ihr Team.

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Corinna Stroetmann pflegt seit 20 Jahren die Pflanzen im Botanischen Garten auf den Lahnbergen in Marburg.

Quelle: Ruth Korte

Marburg. Corinna Stroetmann hat den wahrscheinlich schönsten Arbeitsplatz der Stadt. Jeden Tag ist sie umgeben von hunderten Pflanzen und Blumen, die jetzt, im Frühling, besonders schön blühen. „Ich gehe gern zur Arbeit. Hier kann ich mich am besten erholen“, sagt die gelernte Gärtnerin, die seit 20 Jahren im Botanischen Garten auf den Lahnbergen arbeitet.

Hauptarbeitsbereich der 48-Jährigen ist das Alpinum, das neben dem Arboretum und einer großen Rhododendron-Sammlung einer der drei Hauptbereiche des Gartens ist.
Die abschüssigen, mit Steinen aufgeschütteten Wege und die eigens für den Botanischen Garten angeschafften Serpentingesteine verleihen dem Steingarten ein hochalpines Flair, das Stroetmann häufig an ihr Hobby erinnert: Wandern. „Die Berge sind meine Leidenschaft, deshalb ist das hier mein Traumberuf“, schwärmt sie.

Richtige Kleidung bei Arbeit im Freien wichtig

Neben der Pflege im Außenbereich kümmert sie sich auch um die Arbeit im Gewächshaus, denn dort findet zwischen Dezember und März das „Hauptgeschäft“ statt: Die Anzucht.
Seit dem Frühjahr züchtet Stroetmann hier Setzlinge heran, die sie liebevoll „Schnuckis“ nennt. „Die Kunst ist, Pflanzen, die normalerweise auf mehreren hundert Höhenmetern wachsen, hier auf den Lahnbergen zu pflanzen“, erklärt Stroetmann.

Die Setzlinge pflanzen sie und ihre Kollegen (zwei Gärtner und ein sogenannter „FÖJler“ – Freiwilliges Ökologisches Jahr) deshalb erst im Spätsommer aus. „Dann ist der Boden noch warm, aber die Tage und Nächte schon kälter“ – perfekte Bedingungen für die Gebirgspflanzen, die eine kürzere Wachstumsphase und eine längere Ruheperiode brauchen.

„Die Vielfalt der Pflanzen, zu sehen, wie sie wachsen und dass ich dabei mitmischen kann“, das fasziniert die zweifache Mutter besonders an ihrem Beruf – auch wenn das bedeutet, dass sie bei Wind und Wetter draußen arbeiten muss. „Ich bin ja gut gekleidet“, sagt sie. Außerdem, wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.

von Ruth Korte

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