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Sprungbrett Marburg

Heute betreut sie selbst Studenten

Die Forschung lockte Dr. Daniela Bister an die Philipps-Uni. Nun ist sie Referentin bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und blickt gerne zurück auf die Zeit im „kleinen Juwel“ Marburg.
Dr. Daniela Bister fördert bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Stipendiaten. Privatfoto

Dr. Daniela Bister fördert bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Stipendiaten.

© Privatfoto

Marburg. Bister studierte Spanisch, Deutsch und Französisch an der Universität Konstanz, entschied sich danach jedoch gegen das Lehramt, das sie ursprünglich einmal ausüben wollte. Die Leidenschaft für ihre Studienfächer war „so groß, dass ich eine binationale Promotion begonnen habe“, schildert sie ihren Werdegang.

Während des Studiums schon zwei Semester in Paris und an der Deutschen Schule im spanischen Marbella, promovierte sie nun in Konstanz und dem baskischen San Sebastián.

Während dieser Promotion „habe ich mich gedanklich vom Lehramt verabschiedet“, berichtet sie. Obwohl sie Lehrerin für einen „hochgeschätzten Beruf“ hält, hat sie mehr Spaß daran, in der Uni auf Augenhöhe mit „gleichgesinnten Fachexperten“ zu diskutieren. Das „Grundinteresse daran, Wissen weiterzugeben“, sei jedoch nach wie vor vorhanden. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Philipps-Universität tat sie dies bis März diesen Jahres, nun ist sie Referentin bei der Konrad-Adenauer-Stiftung.

„Keine Angst haben“

„Ich habe den Wunsch, an der Persönlichkeitsentwicklung dieser jungen Menschen teilzuhaben“, sagt Bister. Bei der Stiftung sei diese „ideelle Förderung der Stipendiaten“ gegeben. Bei der Auswahl jener Stipendiaten aus dem „Referat Süd“ (Württemberg, Bodensee, Schweiz, Italien) ist sie beteiligt und führt dann einmal jährlich ein Fördergespräch mit ihnen. Zudem organisiert sie Seminare zu gesellschaftspolitischen Themen wie aktuell zum Beispiel dem Thema Bildungspolitik und Inklusion. Durch das interdisziplinäre Arbeiten mit Studenten aller Richtungen erhält sie zudem Einblick in verschiedenste Hochschulfächer.

„Ich würde mich von dem Gedanken freimachen, dass am Ende des Studiums immer ein bestimmter Beruf steht“, empfiehlt sie heutigen Studenten. Wer von der Uni abgehe müsse unabhängig von der Fachrichtung „keine Angst vor der Arbeitslosigkeit haben“. Selbst Geisteswissenschaftler „kommen sehr verschieden und gut unter“, sagt sie. Wichtig sei bei der Jobsuche vor allem, Eigeninitiative zu zeigen, Praktika und Workshops zu machen und dort zu „netzwerken“.

Sie selbst habe das Studium als eine „sehr ausgeglichene Zeit“ mit einer „ganz hohen Lebensqualität“ erlebt. Umso positiver habe sie Marburg wahrgenommen, wo sie eben jene Lebensqualität nicht vermisste. „Die Stadt hat mich von Anfang an beeindruckt. Mit dem studentischen Engagement, dem Kulturprogramm jenseits des Mainstreams und den jungen Menschen mit viel Zivilcourage“, erinnert sie sich. „Marburg ist nicht so angepasst. Eine Stadt mit Ecken und Kanten. Ich möchte die Zeit nicht missen.“

von Peter Gassner


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