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Studi-Ratgeber: Kochen

Große Portionen und viel Abwechslung

Wer zum Studium von zuhause auszieht, muss von nun an für sich selbst kochen. Küchen-Experten des Mensa-Teams geben einige Ernährungstipps.

Marburg. „Gesund essen heißt ausgewogen essen, vielfältig und abwechslungsreich“, fasst Franziska Busch, Presseprecherin des Studentenwerks, zusammen, was die Ernährungsexperten aus dem Mensa-Team Studenten raten. Wichtig sei, alle
Nährwerte zu berücksichtigen und nicht zu viele Kalorien aufzunehmen. Dass aber nicht jeder immer schafft, die ideale Vorstellung umzusetzen, ist normal. „Da es zum Beispiel kaum jemand schafft, neben dem oft stressigen Uni-Alltag alles frisch und selbst zu kochen, kann man guten Gewissens zwischen frischen und vorgefertigten Lebensmitteln abwechseln“, meint Busch. Ungesund werde es zumeist nur dann, wenn es zu einseitig werde.

Wer sich trotz der ein oder anderen Sünde einigermaßen gesund ernähren wolle, solle darauf achten, jeden Tag „etwas Rotes, Gelbes, Grünes zu essen“, also genug Obst und Gemüse und die darin enthaltenden Antioxidantien und Vitamine zu sich zu nehmen.

Sinnvoll sei es, stets größere Mengen zu kochen, „also lieber vier Portionen kochen als eine“. So hat man für mehrere Tage vorgesorgt, Reste können gekühlt aufbewahrt und nach und nach gegessen werden. Auf diese Weise spart man eine Menge Geld.Wer in einer WG wohnt, kann stattdessen auch für die Mitbewohner mitkochen oder sich abwechseln.

„Günstig ist immer das, was Saison hat“, so Busch. Daher gilt: im Winter Wintergemüse und im Sommer Sommergemüse kaufen. „Obst nach Saison und andere Basis-Lebensmittel sind günstig und machen in Form von Vollkorn auch lange satt.“

Natürlich sollte es aber auch schmecken. „Das gelingt zum Beispiel durch ein wenig Fett als Geschmacksträger – am besten ein pflanzliches Öl – oder durch einen leckeren Käse, Nüsse oder Samen. Gut abgeschmeckt mit Gewürzen und Kräutern kann das simple Brot oder das einfache warme Essen wie der Auflauf großen Geschmack bedeuten“, so der Rat der Mensa-Köche.

Wer sich täglich gesund und günstig ernähren wolle, aber keine Zeit dazu habe, sei in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks gut aufgehoben. „Das Mensaküchenteam kocht jeden Tag frisch und in großen Mengen. So manches, was es dort gibt, kann man für eine Person kaum zubereiten und erfordert Küchenequipment, das in der durchschnittlich ausgestatteten Studentenküche nicht vorhanden ist“, erklärt Busch. Mit „MensaVital“ biete das Studentenwerk eine Nährwert berechnete Menülinie an, die genau dem Energiebedarf eines Erwachsenen mit sitzender Tätigkeit entspreche. „Wichtig ist natürlich auch, sich Zeit zu nehmen für die Mittagspause, um in Ruhe essen zu können“, meint Busch abschließend. „Da aber in der Realität die Zeitfenster zwischen den Vorlesungen und Lehrveranstaltungen manchmal sehr eng sind, haben wir den „Late Lunch“ eingeführt“. Nach der eigentlichen Mittagszeit der Mensen bekommt man nun jeden Tag bis 17.30 Uhr ein Fleisch- und ein vegetarisches Menü im Bistro im Studentenhaus am Erlenring und in der Cafeteria Lahnberge.

von Peter Gassner


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