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Freizeit für Studis Vom Cineplex bis zum „Filmriss“
UNIversum Freizeit für Studis Vom Cineplex bis zum „Filmriss“
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15:11 07.10.2010
Das Open-Air-Kino in Marburg ist ein echtes Erlebnis. Auf der Schlossparkbühne mit ihrer 200-Quadratmeter-Leinwand und dem Schloss im Hintergrund wird jeder Film zum Erlebnis. Quelle: Thorsten Richter
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Das größte Kino in Marburg ist das Cineplex. Es ist kaum zu übersehen und liegt zentral an der Bushaltestelle Rudolphsplatz. Alle die Lust auf was Neues und Unbekanntes haben, sollten die Sneak Preview im Cineplex besuchen. Jeden Dienstag um 22.30 Uhr werden dort Filme vor ihrem regulären Start gezeigt. Für 3,80 Euro können alle Neugierigen die ausgelassene Stimmung im Kino genießen. Die Vorstellungen sind immer voll, deshalb ist es keine schlechte Idee zwischen zwei Univeranstaltungen mal im Kino vorbeizuschauen und die Karten schon vor Beginn der Abenddämmerung zu kaufen. Das Marburger Kinoprogramm gibt es natürlich auch online.

Wer Lust auf Filme hat, die nicht in jedem großen Kino einer Stadt laufen, ist im Marburger Filmkunsttheater am Steinweg oder im Capitol richtig. Das Capitol liegt in der Biegenstraße 8 und hat vier Kinosäle mit insgesamt 551 Sitzgelegenheiten. Im kleinsten Saal stehen schnuckelige 34 Sitzplätze für seine Besucher bereit.

Um in das Filmkunsttheater am Steinweg zu gelangen, geht’s bergauf in die Oberstadt. Am Steinweg 4 wird in den Kinosälen „Kammer“, „Atelier“ und „Palette“ ein ganz besonderes Kinoerlebnis geboten. Der Kartenverkäufer ist zugleich der Filmrollenwechsler und Knabberkramverkäufer. Ein echter Filmliebhaber leitet dieses Kino. Hubert Hetsch bezeichnet sich selbst bescheiden als Filmvorführer, aber schon seit den 60er Jahren ist er dem Kino mit Leib und Seele verfallen. Ein besonderes Faible hat er für den Regisseur Stanley Kubrick. Deshalb wirst du in der Oberstadt regelmäßig "Clockwork Orange" oder "2001 - Odyssee im Weltraum" sehen.

Ein absolutes Muss für jeden Film- und Naturliebhaber ist das Marburger Open-Air-Kino auf der Schlossparkbühne. Es gehört zum Marburger Filmkunsttheter und eröffnet im Mai die Saison auf der 200 Quadratmeter großen Bildleinwand. Hoch über der Stadt kann man sich auf einem der 1350 Sitzplätze niederlassen. Ein außergewöhnliches Abendprogramm für laue Sommernächte.

Was läuft? Das wohl kleinste Kino in Marburg ist das "Traumakino" im G-Werk. Hier lädt die aktive Kinogruppe zu ausgewählten Filmen aus unterschiedlichen Spaten sowie zu Diavorträgen und Fotoausstellungen ein. Wann was stattfindet, steht auf www.cafetrauma.de.

Wer selbst am Kinoerlebnis mitbasteln will, kann dem studentischen Filmclub „Filmriss“ beitreten - oder einfach dessen Filmvorführungen besuchen. Keine Sorge, hier geht es nicht um wilde Parties mit bösem Erwachen am Morgen danach, sondern um das traditionelle Marburger Uni-Kino. Eine wunderbare Gelegenheit, den Abend mal ganz ohne Lernstress in der Uni zu verbringen. Für die vollen Hörsäle sorgen filmbegeisterte Studierende ganz ohne Bezahlung jeden Mittwoch- und Donnerstagabend ab 19.30 Uhr während des Semesters. Zwei Filme werden nacheinander gezeigt.
Die Filme werden immer unter einem bestimmten Motto angeboten. Das hat auch finanzielle Vorteile für die Besucher: Wer zum Motto beiträgt, darf den Film gratis sehen. Wer zum Beispiel zu „Maria, ihm schmeckt`s nicht“ eine Flasche italienischen Rotwein mitbringt, darf das Eintrittsgeld behalten. Für alle Erstis ist die erste Filmrissvorstellung gratis. Den Studentenausweis sollte man also auf jeden Fall dabei haben.

von Hannah Nelita Burzeya

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