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Sie stemmen die größte OE der Uni

Fachschaft Jura Sie stemmen die größte OE der Uni

Im Wintersemester rechnet der Fachbereich Jura mit 600 Erstsemestern. Eine echte Herausforderung. Die Fachschaft Jura hat sie schon angenommen. Mit 80 Helfern bereitet sie die wahrscheinlich größte Orientierungseinheit ihrer Geschichte vor.

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Die Fachschaft Jura (von links): Christian Fladung, Janina Winter, Sebastian Meier, Dan Malka, Annabelle Lagotka, Christian Widera, Jan Bachmann, Lydia Lechmann, Andreas Kremer, Julia Meinz, Wibke Weigl, Stephanie Vix und Matthias Wurm.

Quelle: Privatfoto

Marburg . Jura hat in Marburg noch keinen Numerus clausus. Und im Herbst streben die ersten Abitur-Doppeljahrgänge an die Unis. Diese beiden Faktoren zusammen führen dazu, dass die Juristen in Marburg mit 500 bis 600 Erstsemestern zum Wintersemester 2011/2012 rechnen. Das wird die wahrscheinlich größte Orientierungseinheit in der Geschichte des Fachbereichs sein - und die größte an der gesamten Uni im kommenden Semester. "Wir geben zum Wintersemester erstmals auch ein Erstemester-Infoheft heraus", erklärt Christian Fladung von der Fachschaft Jura. Darin sollen wichtige Informationen für Erstsemester stehen, Donnerstags um 13 Uhr treffen sich ein gutes Dutzend aktive Fachschafter im Landgrafenhaus an der Untergasse zur Fachschaftssitzung. Und obwohl mitten im Sommer niemand an den Winter denken mag, wirft die Masse der Erstsemester schon ihre Schatten voraus.

"Wir werden als Fachschaft als erste mit der Vielzahl der Leute konfrontiert", sagt Julia Meinz. Deshalb läuft die Organisation der Orientierungseinheit (OE) schon jetzt. Mit etwa 80 Helfern und Teamern versucht die Fachschaft, der Massen Herr zu werden - und auch für den eigenen Fachschafts-Nachwuchs zu sorgen. "Die Leute kommen oft zu uns zurück, weil sie nach der OE schon jemanden kennen, den sie fragen können", sagt Julia Meinz.

Inzwischen laufen viele Kontakte auch über Facebook, wo die Fachschaft unter "fachschaftjuramarburg" aktiv ist. Dort werden zum Beispiel die Termine für den monatlich stattfindenen Stammtisch bekanntgegeben.

Für die Fachschafter ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Studierenden, Professoren und die Arbeit in den Gremien ein wichtiger Grund, aktiv zu sein. Die Gremienarbeit haben die Fachschafter aufgeteilt. Christian Fladung, der für die Junge Union auch in der Kommunalpolitik aktiv ist, sagt: "In der Kommunalpolitik geht alles viel langsamer. Als Fachschaft kann man Dinge direkt und direkt für die Studierenden durchsetzen.". Der Slogan der Fachschaft lautet entsprechend: "Wir für euch".

Damit die Arbeit nicht nach der eigenen aktiven Phase verpufft, dokumentiert die Fachschaft Jura ihre Gremien-Aktivitäten in Leitfäden. "Wir haben eine gute Dokumentation unserer Arbeit", sagt Julia Meinz. Sie war schon in der Schule aktiv für andere, "und ich dachte, an der Uni kann's nicht so viel schwerer sein", sagt sie lächelnd. Die Fachschaftsarbeit sieht sie als guten Kontrast zum Studium und wichtige Erfahrung auch fürs spätere Arbeitsleben. Kontakt zu Professoren pflegen, große Dinge wie die OE oder Parties planen und den Blick über den Tellerrand erweitern. Das sind Dinge, die jedem Studierenden gut zu Gesicht stehen.

Dass die Fachschaft keine "Nachwuchssorgen" hat und über großen Rückhalt in der Studierendenschaft verfügt, führen die Fachschafter auch auf das Fach Jura zurück: "Das Fach ist gut strukturiert und deshalb wissen die Leute auch, wer ihre Ansprechpartner sind", sagt Janina Winter von der Fachschaft.

Spaß und Ernst sollen im Einklang stehen. Das schlägt sich auch in der Weihnachtsveranstaltung nieder. Im vergangenen Jahr organisierte die Fachschaft zum ersten Mal eine Art Weihnachtsfeier. Mit Erfolg. Der große Hörsaal im Landgrafenhaus war voll, was wohl nicht nur am Gratis-Glühwein lag. "Professoren haben Weihnachtliches vorgetragen, auch aus juristischer Sicht. So hat ein Prof zum Beispiel den familienrechtlichen Hintergrund der heiligen Familie beleuchtet - mit viel Applaus", erklärt Christian Fladung.

Büchervorstellungen runden das Fachschaftsangebot ab, ebenfalls mit großem Echo. "Wir stellen die Bücher aus Sicht der Studierenden vor, nicht aus Sicht der Autoren", sagt Christian Fladung.

Und die Fachschaft beschäftigt sich auch mit Dingen, die weit über den Studienalltag hinausgehen. So fällt in absehbarer Zeit das Savignyhaus in der Universitätsstraße als Lehr- und Lernort weg, weil das Gebäude abgerissen werden soll. Wie und wo es für die Studierenden weitergeht, das ist auch Thema in Fachschaftssitzungen.

"Wir für euch", nicht "Wir für uns", das ist der Leitspruch der Fachschaft und dass die jungen Studierenden selbst kommen, dass keine aktive Werbung nötig ist, das spricht für den Erfolg der Fachschafter.

von Gabriele Neumann

Zur Fachschaftsseite der Juristen geht es hier.

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Und zum Fachbereich Jura der Philipps-Universität geht es hier.

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