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Fachschaftsarbeit ist mehr als Party

Wirtschaftswissenschaften Fachschaftsarbeit ist mehr als Party

In der Woche vor Semesterbeginn werden Fachschaften am meisten in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Doch ihre Arbeit geht weit über die Organisation der "OE", der Orientierungseinheit, hinaus.

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Vermittler mit hohem Spaßfaktor

Matthias Legler ist in der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften aktiv.

Quelle: Gabriele Neumann

Marburg . "Die wichtigsten Termine posten wir auf Facebook, da sind eh alle", sagt Matthias Legler von der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften, kurz Wiwi. Und skizziert damit quasi im Vorbeigehen, dass das Internet auch die Fachschafts-Arbeit wesentlich verändert hat. Fachschafts-Service ist auch, wichtige Anmeldefristen für Seminare und Prüfungen zugänglich zu machen, denn gerade Erstsemester haben manchmal Schwierigkeiten, sich auf der Fachbereichs-Seite bis zu den entscheidenden Unterseiten durchzuklicken.

Aber nicht alles hat sich verändert. Nach wie vor ist die Orientierungseinheit (OE) eine der wichtigsten Aktionen der Fachschaft, und die, die Matthias Legler am meisten Spaß macht. Seit mehr als einem Jahr ist er in der Fachschaft aktiv und teilt sich die Arbeit mit einem guten Dutzend anderer Wiwis. Jeweils ein oder zwei Fachschaftler arbeiten im Prüfungsausschuss, dem Fachbereichsrat (FBR), der Fachschaftskonferenz (FSK) oder im Studienausschuss. Mehr als 1000 Studierende gibt es am Fachbereich, der unter anderem Volks- und Betriebswirte ausbildet. Im Sommersemester gibt es "nur" etwa 120 Studienanfänger, im Wintersemester sind es doppelt so viele. Kein Wunder, dass da das Knüpfen von Kontakten besonders wichtig für die Anfänger ist, sonst gehen sie leicht im anonymen Uni-Betrieb unter.

Und bei der OE gibt es nicht nur Stadtrallyes und eine Abschlussparty, sondern die Fachschaftler erklären den Anfängern auch überlebenswichtige Dinge wie das sinnvolle Zusammenstellen eines Stundenplans, sie richten ihnen einen Account für das Uni-Mail-System ein und geben dem Fach für die Anfänger ein ganz persönliches Gesicht. Wer jemanden kennt, traut sich auch zu fragen, lautet die Regel.

Nicht ohne Selbstbewusstsein sagt Legler deshalb auch im gut aufgeräumten Fachschaftsraum: "Der Fachbereich wird durch unsere Arbeit entlastet". Für die Fachschaftler bringt die Arbeit auch viel: "Man bekommt einen Blick hinter die Kulissen, man erhält Informationen, die relevant fürs Studium sind und man kann an den Dingen arbeiten, die einen stören", sagt der 23-Jährige. Einmal in der Woche trifft sich die Fachschaft in dem Souterrain-Raum im Institut am Barfüßertor. Bequeme Kinosessel an beiden Wänden täuschen nicht darüber hinweg, dass hier gearbeitet wird. Denn im Zentrum des Raums steht ein Flipchart mit den Infos der letzten Sitzung. Aber es wird nicht nur gearbeitet. Spaß gehört auch dazu, wenn sich die Fachschaft trifft, schließlich geht es auch um Gemeinschaft.

"Es gibt immer mal Leute, die ein- oder zweimal kommen, aber wenn's dann heißt, guck dir mal 30 Akten von Profs für die Berufungskommission an, wird das Interesse oft geringer", sagt Legler. Dabei sei gerade die Arbeit in Gremien interessant in Bezug auf das Studium. Sein eigenes BA-Studium neigt sich im fünften Semester schon dem Ende zu. Aber bis dahin gibt es noch einiges zu organisieren. Denn nach der OE wartet schon die Party zur Mitte des Semesters - und die End-Semester-Party.

von Gabriele Neumann

Und hier ist die Fachschaft Wirtschaftswissenschaften im Internet zu finden.

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