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Ein Dutzend für die gute Sache

Fachbereich 09 Ein Dutzend für die gute Sache

Zwölf Studierende zählt die Fachschaft des Fachbereichs 09 - ein Dutzend Menschen, die sich für bessere Studienbedingungen einsetzen, Erstsemester mit Studienort und -fach bekanntmachen und Partys organisieren.

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Sie stemmen die größte OE der Uni

Die Fachschafter mit Fußballern im Hintergrund.

Quelle: Barbara Slotta

Marburg . Es rütteln die Fenster in den obersten Höhen des A-Turmes der PhilFak; dunkles Linoleum bedeckt den Boden des kleinen Raumes, den einige eng beieinander stehende Möbel beinahe komplett ausfüllen; die Wände sind gespickt mit bunten Plakaten, die von Weihnachtsmännern, Blumen oder farbigen Vierecken geziert werden. Die Aussicht – angeblich das Beste an der PhilFak – ist durch klappernde Rollos verdeckt.

 

Es ist 18 Uhr an einem Mittwochnachmittag und somit Treffpunkt für die Fachschaft des Fachbereichs 09: Germanistik und Kunstwissenschaften. Vor mir sitzen Eric Buhse, Fabian Eggert, Lydia Rückert, Aron Pannwitz, Christina Wehnert und Theresa Herz. Heute sind sie nur zu sechst; es mag an der Hitze liegen, die in diesen Tagen die Stadt und wohl auch einige Studierende lahm legt, dass sie nicht vollzählig sind. Wenn jedoch alle zwölf versammelt sind, bilden sie die größte Fachschaft des Fachbereichs 09, bestehend aus Germanisten, Linguisten und angehenden Medien- und Kommunikationswissenschaftlern.

 

Während Eric am Schreibtisch sitzt und per Mausklick das Programm der heutigen Sitzung verliest, sitzen die anderen Fachschaftsmitglieder auf Stühlen oder Sesseln und kommentieren die Tagespunkte.

 

Wie viele andere Fachschaften organisiert auch die Fachschaft des Fachbereich 09 die obligatorischen Studentenpartys, von denen die zahlreichen Plakate im Raum herrühren. Dreimal im Jahr wird eingeladen - zur Orientierungswoche, zu Weihnachten und einmal im Sommer. Stammtische an jedem ersten Mittwoch im Monat verkürzen das Warten bis zur nächsten Party und bieten Möglichkeiten, die Fachschaft und ihre Unternehmungen besser kennenzulernen.

 

Und doch ist es damit nicht getan: Der eigene Studiengang beeinflusst und lenkt auch das Tun der Fachschaft. So haben sie zum Beispiel in regelmäßiger Häufigkeit Schreibwettbewerbe auf die Beine gestellt. Zusätzlich organisieren sie jedes Jahr die einführende Orientierungseinheit (OE) zu Beginn des Studiums. Allein im letzten Jahr waren es 450 Erstsemester, die sie auf das kommende Universitätsgeschehen vorbereiteten und denen sie somit den Einstieg ins Studentenleben erleichterten.

 

Dabei ist die OE oft gleichzeitig der Einstieg für das fachschaftliche Engagement. Gerade deshalb ist sie für die Zwölf von großer Bedeutung, denn wie jedes Jahr werden auch in diesem Sommersemester einige von ihnen ihren Abschluss machen und Marburg möglicherweise verlassen - umso wichtiger, den Fortbestand der Fachschaft zu sichern.

 

Denn auch mit zwölf Mitgliedern an der Zahl können sie nicht alle ihre Vorhaben verwirklichen, und so scheitert die Durchsetzung vieler Projekte nicht an den Mitteln, sondern an den Helfern oder an der eigenen Bekanntheit: „Die meisten wissen einfach nicht, dass ihr Fachbereich überhaupt eine Fachschaft hat“, sagt Lydia Rückert. „Eine unglaublich große Zahl der Germanisten studiert Lehramt, und viele von ihnen kennt man kaum.“

 

Dennoch wissen die Zwölf ganz genau, welche Veranstaltungen sie anbieten würden, bestünde die Fachschaft nur aus Einigen mehr: von einem Film- oder Kleinkunstfestival ist die Rede oder auch davon, die Studentische Tagung der Sprachwissenschaft nach Marburg zu holen.

von Barbara Slotta

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