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UNIversum Es kommt auch auf die Qualität der Freizeit an
UNIversum Es kommt auch auf die Qualität der Freizeit an
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18:50 13.12.2015
Marburg

Oft dauert es ein paar Tage, bis man die Gedanken an die Arbeit im Urlaub hinter sich lassen kann. Wenn die Ferien zum Beispiel über Feiertage nur kurz sind, kann das zum Problem werden. „Dauerhaft mangelnde Erholung ist nachgewiesenermaßen ein Risikofaktor für Gesundheit wie auch für Produktivität“, schreibt die Marburger Psychologin

Dr. Maria Kottwitz in einem Gutachten zum Thema, das sie gemeinsam mit Professor Norbert Semmer von der Uni Bern erstellt hat. Kottwitz forscht im Fachbereich für Psychologie speziell zur Arbeits- und Organisationspsychologie.

Der Forschungsstand zu dem Thema empfehle, längere Erholungsphasen und kurze zu kombinieren. Es komme aber nicht nur auf die Dauer, sondern auch auf die Qualität der Freizeit an, betont Kottwitz in ihrem Gutachten.

Freizeitaktivitäten fördern die Erholung, wenn sie, so fasst Kottwitz zusammen: das Abschalten und Erfolgserlebnisse fördern, aktiv auf Entspannung ausgerichtet sind und man selbst darüber entscheiden kann. „Je mehr eine Aktivität selbstgewählt ist und eigenen Vorlieben entspricht, und je mehr sie positiv erlebt wird, desto größer ist die Erholungswirkung“, schreibt Kottwitz. Soziale Kontakte und sportliche Betätigung können auch helfen. „Die Erholung hängt entscheidend davon ab, ob - und wie - man sich in der arbeitsfreien Zeit weiter mit der Arbeit beschäftigt. Besonders abträglich für Erholung ist das Grübeln über arbeitsbezogene Probleme“, so Kottwitz weiter. Das Grübeln wirke sich unter anderem negativ auf den Schlaf aus.

Ein universelles Rezept zum Abschalten gibt es wohl nicht. Aber wer versucht, seine Freizeit unter diesen Gesichtspunkten anzugehen, ist der Erholung schon einen Schritt näher.

von Philipp Lauer

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