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Studentische Initativen

Engagement neben dem Studium gefragt

Zum ersten Mal haben sich zu Beginn dieses Sommersemesters studentische Initiativen im Hörsaalgebäude präsentiert. Helfer werden immer gesucht.
Verschiedene studentische Initiativen präsentierten sich im Hörsaalgebäude.

Verschiedene studentische Initiativen präsentierten sich im Hörsaalgebäude.

© Peter Gassner

Marburg. Viele Studenten, die nach Marburg kommen, kennen sich in ihrer neuen Heimat zunächst noch nicht sonderlich aus - doch die Bereitschaft, sich für etwas einzusetzen, ist grundsätzlich da. Daran glaubt auch Anna Brel von der Initiative „Zugvögel“, die Austauschstudenten aus Ländern des „globalen Südens“, wie etwa Ecuador, Nepal, Ruanda und Uganda unterstützt und ihnen Freiwilligendienste bei sozialen und kulturellen Organisationen in Deutschland vermittelt. Auf Anregung einiger Gruppen entstand so die Idee zu einer Messe, auf der sich studentische Initiativen den Studenten präsentieren können.

„Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man am Anfang des Studiums gar nicht weiß, welche Möglichkeiten es hier in Marburg gibt“, sagt Brel. Die Chance, engagierte Helfer unter den Erstsemestern und auch unter anderen Studenten zu finden, sei dementsprechend höher, wenn man sich ihnen präsentiere. „Es ist einfach praktisch, wenn man nicht selbst aufwendig suchen muss, um sich irgendwo einzubringen“, so Brel. Durch die Informationsstände hätten interessierte Studenten die Gelegenheit, „alles auf einen Blick“ zu sehen und auch vergleichen zu können.

Somit sei es leichter, sich die für einen persönlich passende Initiative herauszusuchen, bei der man sich engagieren könne. Die Spannweite der Organisationen ist dabei breit gefächert.

Von Trinkwasserprojekten bis Unternehmensberatung

Neben den Zugvögeln, präsentierte sich auch AIESEC (Association Internationale des Etudiants en Sciences Economiques et Commerciales), die weltweit größte Studentenorganisation, die ebenfalls Austauschstudenten begleitet und selbst Praktikumsmöglichkeiten in anderen Ländern vermittelt.

Die Organisation „Viva con Aqua“ setzt sich hingegen für weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser ein und unterstützt entsprechende Projekte mit Spenden. Auch der Verein „Weitblick“ hat weltweite Entwicklungshilfe im Blick, legt sein Augenmerk aber auf Bildungsprojekte. Um Bildungschancen und Freiwilligenaus­tausch geht es auch „Augenhöhe“. Dieser Verein richtet seinen Blick hauptsächlich auf den Nahen Osten.

Während die Initiative „Rock your Life“ mittels Mentoring den Kontakt zwischen Schülern, Studenten und Unternehmen fördert, hat sich der Verein „Alumni Marburg“ als Ehemaligenorganisation dem Networking zwischen früheren und aktuellen Studenten der Wirtschaftswissenschaften verschrieben. Ähnliches hat auch der BDVB (Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte) im Sinn. Ziel ist es, Kontakte in die Unternehmen herzustellen. Die studentische Unternehmensberatung „Phlink“ bietet Ökonomen, aber auch Studenten anderer Fachrichtungen wertvolle Praxiserfahrungen.

ISHA (International Students of History Association) fördert den Austausch von Geschichtsstudenten in Europa und richtet internationale Seminare, Veranstaltungen und Konferenzen aus. Die Gruppe „dissident“ engagiert sich gegen Rassismus und für linke Politik. Das gesamte Spektrum an politischen und gesellschaftlichen Themen bildet das Magazin „360 Grad“ ab. In dem studentischen Journal erscheinen Beiträge von Studenten aus allen Fachrichtungen.

Als einzige nicht-studentische Organisation war die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf vertreten. Auch hier wird nach studentischen Helfern in verschiedenen Bereichen gesucht.

Wer die Messe verpasst hat, kann sich online unter www.uni-marburg.de/aktuelles/events/2015/messestudentischeinitiativen über die Initiativen informieren. Zudem gibt es regelmäßig Infoveranstaltungen. Die Gruppe AIESEC lädt am Mittwoch, 22. April, um 18 Uhr zu einer solchen ein.

von Peter Gassner

[Peter Gassner]

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