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Diebe nutzen Trubel in der Uni aus

Diebstähle an der Hochschule Diebe nutzen Trubel in der Uni aus

Dort wo sich viele Menschen aufhalten, wird auch mehr geklaut, erklärt Martin Ahlich, der Pressesprecher der Marburger Polizei – eben auch in der Universität.

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Ein Taschendieb hat es auf einen Geldbeutel abgesehen. Wo viele Menschen unterwegs sind, wird auch vermehrt geklaut, erklärt Polizeipressesprecher Martin Ahlich.

Quelle: Arno Burgi/dpa

Marburg . Gerade zu Semesterbeginn nutzen Diebe wohl die Gelegenheit und greifen bei den Studenten in der Universität zu. Besonders haben es die Langfinger anscheinend auf Spinde vor Laboren abgesehen. Dies berichteten der OP Studenten aus den Fachbereichen Medizin und Biologie.

Zum Präparier-Kurs dürfen Medizinstudenten ihre Taschen nicht mit ins Labor nehmen. Sie können ihre Sachen jedoch in Spinde einschließen. Wertsachen sollte man da eigentlich keine drin lassen. Platz für Handy, Geldbörse und Laptops findet sich in den Laborkitteln jedoch nicht und so bleibt oft nichts anderes übrig als die Sachen im Spind einzuschließen.

Andrea Ruppel, die Pressesprecherin der Universität relativiert die Situation: „Insgesamt kann man nach unserer Kenntnis sagen, dass es nicht vermehrt zu Diebstählen kommt. In den öffentlich zugänglichen Bereichen der Universität und überall dort, wo Studierende ihre Sachen aufbewahren, kommen gelegentlich Diebstähle vor. Das ist nicht neu, es hat sich aber nicht verschlimmert.“

Situation hat sich nicht verschlimmert

In der Anatomie werde der Spind-Bereich während der Kurszeiten möglichst regelmäßig kontrolliert. Dennoch ist dort leider auch in diesem Semester schon gestohlen worden, berichtet Ruppel. Aber auch hier habe sich die Situation nicht verschlimmert.

Insgesamt seien in diesem Jahr bislang sieben in Universitätsgebäuden begangene Diebstähle bei der Uni-Rechtsabteilung gemeldet und zur Anzeige gebracht worden. In drei Fällen wurden Laptops entwendet. In den anderen Fällen ging es um ein Handy, Bargeld oder Geräte.

„Studierende sollten Wertsachen möglichst bei sich tragen und nichts unbeaufsichtigt liegen lassen, etwa den Geldbeutel auf dem Kopierer ablegen, den Rucksack im Gang stehen lassen oder an die Garderobe hängen“, rät Ruppel.

"Mehr als Bürotüren und Spinde abschließen kann man oft nicht machen"

Martin Ahlich, der Pressesprecher der Polizei in Marburg schließt sich Ruppel in den meisten Punkten an. „Wo sich viele Leute aufhalten, kommt es auch vermehrt zu Diebstählen. Das ist nichts Neues, es wird weder mehr noch weniger geklaut. Mehr als Bürotüren und Spinde abschließen kann man oft nicht machen“, sagt Ahlich.

Einen Ratschlag über die generell gebotene Achtsamkeit hinaus gibt Ahlich noch: „Vorbeugend sollte man nur die Wertsachen mit in die Uni bringen, die man auch wirklich braucht.“ Wer etwas Verdächtiges beobachtet, solle
sich das Aussehen der Menschen einprägen, denjenigen gegebenenfalls ansprechen und wenn nötig die Polizei anrufen, rät Ahlich. Außer auf die Spinde haben es Einbrecher in der Uni auch immer wieder auf Büros und die Getränkeautomaten abgesehen, sagt Ahlich.

„Im Falle eines Diebstahls an der Universität können Studierende neben einer privaten Anzeige bei der Polizei auch der Universität ihren Schaden melden“, erklärt Andrea Ruppel. Dann werde geprüft, ob die Universität ebenfalls Anzeige erhebt.

  • Für die Meldung von Diebstählen gibt es auf der Homepage unter der Rubrik Service, Uni von A-Z unter dem Stichwort Diebstahl ein Formular. Außerdem können sich Studierende, die einen Diebstahl melden wollen, bei Fragen an Stefan Rösel von der Rechtsabteilung der Philipps-Universität wenden: Per Mail an stefan.roesel@verwaltung.uni-marburg.de oder unter der Telefonnummer: 06421 2826144. Die Polizei Marburg ist unter der Nummer 06421 4060 erreichbar.

von Philipp Lauer

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