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Das pralle Leben Werte sind ihr wichtigstes Kapital
UNIversum Das pralle Leben Werte sind ihr wichtigstes Kapital
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16:43 28.10.2011
Sascha Pietruska (von links), Thomas Bader und Christian Rötz präsentieren das Plakat zur Vortragsreihe "Bildung mit Weitblick". Quelle: Gabriele Neumann
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Marburg. Studentische Unternehmensberatung. Das klingt ein bisschen wie ein Praxis-Seminar aus der Betriebswirtschaft. Das ist es an anderen Unis auch oft. Die Vereine heißen Campus Consult oder hanseatic consulting und bereiten junge, aufstrebende Wirtschaftswissenschaftler auf ihre spätere Berufspraxis in einer Unternehmensberatung vor.
Ganz anders ist es bei Phlink. „Bei uns steht Nachhaltigkeit an vorderster Stelle“, sagt Jura-Student Thomas Bader, einer von drei Phlink-Vorständen. Phlink will Ökonomie und Ökologie verknüpfen. Ungewöhnlich für eine Unternehmensberatung. Aber erfolgreich.
Den jüngsten Phlink-Erfolg sieht zu Beginn des Wintersemesters jeder Studierende, der einen Kopierer an der Uni benutzt. Dort hängen seit Semesterbeginn Plakate, die dazu aufrufen, papiersparend (doppelseitig) und mit weniger Toner zu kopieren. Inklusive Bedienungsanleitung natürlich.

„Bei Phlink wollen wir voneinander lernen, und nicht primär neben dem Studium Geld verdienen“, erklärt Christian Rötz, Vorstand für Finanzen und Recht. Interdisziplinarität wird bei Phlink großgeschrieben. Das zeigt sich auch beim Infoabend im Hörsaalgebäude (Foto: Gabriele Neumann). Psychologen, Sozialwissenschaftler, Volks- und Betriebswirte und auch ein Geograph informieren sich über die Arbeit von Phlink. Rund 15 Besucher sind gekommen, um sich über die Verknüpfung von Universität und Praxis zu informieren. Diese Verknüpfung trägt der Verein auch im Namen. Der setzt sich aus „Ph“ für Philipps-Universität und dem englischen „Link“ für Verbindung zusammen.
Gegründet wurde Phlink vor drei Jahren. Inzwischen hat der Verein gut 50 Mitglieder und rund 30 Alumnis. Der BWL-Student Christian Rötz gehört zu den Gründungsmitgliedern und betont: „Wir wollen etwas hinterlassen, das auch anderen hilft, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial.“ Und Politikwissenschaftsstudent Sascha Pietruska, Vorstand für Netzwerke und Events betont: „Bei uns stehen die inneren Werte im Vordergrund, nicht das Äußere.“
Das Äußere muss natürlich bei einer externen Beratung auch stimmen. Für Beratungsaufträge gründen die Phlink-Mitglieder so wie andere studentische Unternehmensberatungen jeweils Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), während die Vereinstätigkeit gemeinnützig ist. Um eine Mitgliedschaft kann sich jeder Studierende bewerben, der bereit ist, etwa fünf Stunden in der Woche in die Vereinsarbeit zu investieren, das heißt interne Weiterbildungen zu besuchen oder anzubieten und sich in ehrenamtlichen Projekten zu engagieren.
Der Nutzen sei unabhängig vom Studienfach, erklärt Pietruska: „Wir lernen gemeinsam mit unterschiedlichen Menschen grundsätzliche Dinge: miteinander zu diskutieren, Verantwortung zu übernehmen und strukturiert und selbstbewusst auf ein Ziel hinzuarbeiten.“ Das ist für einen Lehramtsstudenten ebenso nützlich wie für einen Physiker.
Phlink ist mit dem Slogan „Nachhaltig gut beraten“ erfolgreich. Derzeit betreut der Verein einen Ideenwettbewerb des Fraunhofer-Instituts zum Thema „Nachhaltige Services“.
In Marburg ist Phlink ab dem 1. November gemeinsam mit der studentischen Initiative weitblick mit einem Bildungsauftrag unterwegs. Dann startet um 20 Uhr im Raum HG 7 im Hörsaalgebäude die Vortragsreihe „Bildung mit Weitblick“ mit einem Vortrag von Dr. Hartmut Bölts zum Marburger Bildungsfest.

von Gabriele Neumann

Mehr Infos zur Vortragsreihe „Bildung mit Weitblick“ finden Sie unter www.phlink.de/weitblick

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