Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Das Lied „Philipp" von Grafitti
UNIversum Das pralle Leben Das Lied „Philipp" von Grafitti
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:21 29.09.2010
Anzeige

Marburg. Holger Probst, Johannes M. Becker und Rainer Husel sind das satirisch-musikalische Trio „Grafitti". Probst und Becker sind selbst Dozenten an der Philipps-Universität, Husel ist vielbeschäftigter Gitarrenlehrer und Komponist in Marburg

Im Song „Philipp" nehmen die drei den Universitätsgründer auf die Schippe. Im Amateurvideo, entstanden in der Alten Aula im Sommer 2010, spielen Johannes M. Becker (Bass) und Holger Probst (Gitarre), die Melodie stammt von Rainer Husel.

Der Text des Liedes geht so:

„Hallo, liebe Gäste, schön, dass Ihr da seid – sicher wollt Ihr erfahren
die Geschichte der Philipps-Universität. Die gibt es seit 500 Jahren

Ihre Ahnen sind Philipp und Elisabeth - und Konrad der Dominikaner
der exorzierte die heilige Fürstin - der Philipp war auch nicht viel humaner.

Der hatte klar erkannt:
Wissenschaft braucht das Land.
Statt himmlisch und höllisch
dachte er machiavellisch
und regierte mit harter Hand.

Die Dominikaner im Klostergemäuer mussten Bibeln und Reliquien raffen.
Sie wurden zwangs-ex-matrikuliert - um Platz für die Studis zu schaffen.
(sie sangen) „Jesus meine Zuversicht - der Herr soll´s zum Guten wenden“.
Könnt´ ihr euch denken, wie eng das heut´ ist - bei 20.ooo Studenten

Philipp, du Firmengründertalent,
den man innovativ und großmütig nennt.
Erfinder und Gründer der alma mater - unser Gründungspräsident

Um Ruhe im eigenen Stall zu haben, rief Philipp die Reformatoren
zum Tee auf dem Schloss zur Disputatio – „Nur herein, meine Herren Doktoren!

Ob Brot zu Fleisch wird und Blut aus Wein weiß der Teufel einzig und alleinig
das geht mir ehrlich am Arsch vorbei - Hauptsach´ ihr werdet euch einig.“

Zwingli und Melanchthon - forderten damals schon:
kannibalische Riten soll man verbieten - keine Transsubstantiation!

Denn Wein ist rot und Blut ist rot - doch Blut bleibt Blut und Brot bleibt Brot;
kannibalische Riten soll man verbieten - keine Transsubstanti-a-tion! Hoc est corpus …… hokus pokus

Der Landgraf, unser Namenspatron war edel, großzügig und gütig.
Hat in Thüringen 5.000 Bauern gemordet - darum heißt er Philipp Großmütig.

Gott hatte Philipp präpotent gemacht;
sein Freund Luther hat es gebilligt:
Diesen Mann hat Gott für zwei Frauen gedacht
und sein Kebsweib als Zweitfrau bewilligt.

Philipp, du Firmengründertalent - den man risiko- und reformfreudig nennt.
Erfinder und Gründer der alma mater - unser Gründungspräsident."

Philipps-Universität, so heißt die Marburger Hochschule. Mit Fernsehern und Radioweckern einer ähnlich heißenden Marke hat das nichts zu tun. Der Namensgeber war ein Graf.

04.10.2010

Jeder Student kennt sie, oder zumindest ihre Stimme. Schon lange genießt sie Kultstatus und so mancher ließ sich zu einem Heiratsantrag hinreißen: Martine Jauernick ist die Stimme der Marburger Mensa. Sie begleitet nicht nur mit ihren außergewöhnlichen Durchsagen den Mensabesuch, sondern sie ist auch die erste Anlaufstelle für Neulinge in Marburg.

11.10.2010

An der Uni geht es nicht immer nur um Wissenschaft und Lehre, sondern oft auch um Lust und Liebe. Das ergab eine Umfrage des Hochschulmagazins „Unicum".

11.10.2010
Anzeige