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Bootsbauer halten die Uni-Flotte in Schuss

"Helden im Hintergrund" Bootsbauer halten die Uni-Flotte in Schuss

Vor dem Start in die Saison gibt es für Bootsbauer Matthias Horn im Bootshaus der Uni viel zu tun.

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Marburg. Wenn an Christi Himmelfahrt die ersten Segelkurse der Uni beginnen, müssen die sechs Segelboote, die sechs Katamarane und Begleitboote am Edersee in Schuss sein. Deshalb pendelt Matthias Horn, der Bootsbaumeister der Uni, derzeit oft zum 65 Kilometer entfernt gelegenen See.

Seit 2000 ist der gebürtige Oldenburger für die Flotte der Philipps-Uni zuständig, davor hat er in einer Werft in Hannover am Steinhuder Meer gearbeitet. Täglich wartet und repariert er die etwa 20 langen, schmalen Ruderboote sowie die rund 40 Kajaks und Kanadier, bevor ab 16 Uhr wieder der Hochbetrieb im Bootshaus anläuft und die Kurse beginnen.

Wenn die Uni gebrauchte Boote anschafft, kann Horn diese von Grund auf restaurieren. „Für die Segelboote haben wir zum Beispiel nur die Rümpfe gekauft, den Rest habe ich neu aufgebaut“, berichtet Horn.

In der schmalen Werkstatt des Bootshauses im Wehrdaer Weg baut Horn gerade in Handarbeit einen grünen Kanadier. Dabei arbeitet Valentin Große mit. Horns Auszubildender im dritten Lehrjahr fertigt ebenso ausschließlich in Handarbeit die passenden Stechpaddel dazu an, aufwendig mit einer Leiste aus Mahagoni-Holz verziert. „Dafür brauche ich so etwa 10 bis 15 Stunden pro Paddel“, sagt Große.

Horn ist auch für die Verwaltung des Sport- und Studienheims der Uni am Edersee zuständig. Horn kehrt regelmäßig ans Steinhuder Meer zurück, um selbst zu segeln. Bei der Segelausbildung leitet er auch oft mit an. „Ab und zu muss ich da schon was sagen und auch weinen, wenn die Studenten mit zu viel Fahrt an den Steg angerauscht kommen. Aber es ist nicht so, dass bei jedem Kurs etwas kaputtgeht“, sagt Horn.

  • Für die kommenden Segelkurse gibt es noch Restplätze. Infos dazu beim Zentrum für Hochschulsport unter www.uni-marburg.de/zfh

von Philipp Lauer

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