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Sprungbrett Marburg

„Auch einmal aus Marburg rauskommen“

Dirk Graber studierte Wirtschaftswissenschaften in Marburg. Heute ist er Gründer und Geschäftsführer von „Mister Spex“.
Von Marburg nach Berlin: Dirk Graber

Von Marburg nach Berlin: Dirk Graber

© Privatfoto

Marburg. „Ich mag Herausforderungen und möchte Sachen verändern“, begründet Dirk Graber seinen mutigen Schritt, ein Start-up zu gründen. Nach dem Studium in Marburg, Moskau und Leipzig arbeitete er zunächst in einer Unternehmensberatung. Ende 2007 entschloss er sich dann zur Gründung des Online-Brillenhändlers „Mister Spex“. Als dessen Geschäftsführer genießt er nun die „gewisse Freiheit“ der Selbstständigkeit.

Zu seinen heutigen Aufgaben als Chef eines 300 Mitarbeiter großen Unternehmens zählen „eine Vision und Strategie zu entwickeln, Anwerben und Weiterentwicklung von Personal sowie eine vernünftige Betreuung unserer Investoren“. Darüber hinaus arbeitet er mit über 500 Partneroptikern zusammen, bei denen „Mister-Spex“-Kunden kostenlose Sehtests und Anpassungen machen lassen können. Einer davon ist Scharf Optik in Marburg.

In den Anfangsjahren noch durch die allgemeine Finanzkrise vor Schwierigkeiten gestellt, ist „Mister Spex“ heute Marktführer in Europa. Geholfen haben Graber auf diesem Weg seine Praktika bei anderen Start-up-Unternehmen (Ebay und Jamba). Seit seiner Zeit in Leipzig habe er dadurch gewusst, dass er diesen Weg einschlagen wolle.

„Ideale Studentenstadt“

An Marburg hat er gute Erinnerungen. „Es ist die Stadt der kurzen Wege und eine ideale Studentenstadt“, beschreibt er. Dadurch, dass viele Studenten auf engem Raum lebten, sei auch der Austausch mit anderen Fakultäten viel mehr gegeben als in größeren Städten.

Auch heute habe er hier noch immer einige Freunde. Sogar für einen Gastvortrag im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften war er schon einmal da.

Erste Kontakte zur Unternehmensberatung knüpfte er bereits in seiner Marburger Zeit. Bei einer Wirtschaftsprüfung in Frankfurt war er als Werkstudent. „Ich würde auch heutigen Studenten empfehlen, so viele Praktika wie möglich und in verschiedenen Bereichen zu machen“, sagt er. Nur so könne man „ein Gefühl dafür bekommen, was einem gefällt“. Dafür „auch einmal aus Marburg rauszukommen“, könne ebenfalls nicht schaden.

Bei „Mister Spex“ suche er regelmäßig Praktikanten aus verschiedenen Fachbereichen, denen er auf diese Weise Praxiserfahrung geben wolle.

von Peter Gassner


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