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30 Jahre Erasmus: Marburg feiert mit

Studentenaustausch 30 Jahre Erasmus: Marburg feiert mit

Seit dreißig Jahren ermöglicht das Programm der EU Studenten den Austausch mit Unis in anderen europäischen Ländern. Marburg ist von Anfang an dabei. Auf dem Programm zum Fest steht Karaoke.

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Marburg. Eine Zeit, die man wohl so schnell nicht vergisst, Freunde in der ganzen Welt und Einblicke in die Kulturen der Nachbarländer: Das und vieles mehr nehmen Studenten aus ihrem Erasmus-Auslandsaufenthalt mit nach Hause. Als die Europäische Kommission das Erasmus-Programm 1987 auflegte, förderte es im ersten Jahr insgesamt 3244 Studenten bei ihrem Auslandsaufenthalt, 657 davon aus Deutschland. Im vergangenen Jahr gingen alleine 380 Marburger Studenten mit Erasmus ins Ausland und rund 200 junge Menschen kamen über das Programm in die Unistadt an der Lahn. Insgesamt ermöglichte Erasmus in dreißig Jahren mehr als 3,5 Millionen Studenten einen Studienaufenthalt oder ein Praktikum im Ausland - 650000 davon aus Deutschland.

„Erasmus ist das erfolgreichste Mobilitätsprogramm in Europa“, sagt Christina Bohle, Leiterin des International Office der Philipps-Universität. Und weil Marburg von Anfang an dabei war, wird das 30-jährige Bestehen des Austauschprogramms auch ordentlich gefeiert. Bereits im Mai fand eine sogenannte „Staff Training Week“ statt, berichtet Michael Kettel, wissenschaftlicher Mitarbeiter im International Office. Dabei kamen Uni-Mitarbeiter der internationalen Partneruniversitäten nach Marburg und beschäftigten sich mit dem Jubiläum. Beim Kulturprogramm lernten die Gäste dann auch die Universitätsstadt kennen. „Der Austausch mit den Kollegen war besonders interessant, weil in Sachen Europa gerade viel im Umbruch zu sein scheint“, sagt Bohle.

Am Freitag organisiert das International Office den traditionellen Länderabend, der in diesem Semester im Zeichen des Erasmus-Jubiläums steht. Los geht es um 19 Uhr im Max-Kade-Zentrum im Studentendorf. „Wir singen Karaoke mit Liedern aus den verschiedenen Ländern“, sagt Kettel. Außerdem wird eine Plakatausstellung gezeigt, die 30 Jahre Erasmus in unterschiedlichsten Aspekten aufarbeitet. „Der Länderabend ist offen für jeden und richtet sich an Ehemalige genauso wie an aktuelle Erasmus-Studenten. Natürlich kann auch kommen, wer sich für ein Erasmus-Studium interessiert und sich informieren möchte“, lädt Kettel ein. Mit der neuen Kohorte Erasmus-Studenten und den Marburger Studenten, die aktuell im Ausland studieren, soll es im Wintersemester eine weitere Feier geben. Den Termin wird das International Office noch bekannt gegeben.

Erasmus steht für „European Community Action Scheme for the Mobility of University Students“ und fördert Auslandsaufenthalte für Studenten. Sehr gefragt sind nach wie vor Auslandssemester in Frankreich, Spanien und Großbritannien. Seit 2007 werden auch Praktika im europäischen Ausland gefördert. Mit Erasmus fördert die Europäische Kommission seit 2015 auch den Austausch mit Partneruniversitäten außerhalb Europas.

Die Uni Marburg hat derzeit etwa 380 Partnerhochschulen in 42 Ländern - 17 davon in 13 Ländern außerhalb Europas. Enkhusaruul Batbaatar, wissenschaftliche Hilfskraft im International Office, organisiert die Zusammenarbeit mit den außereuropäischen Partneruniversitäten.

Studenten mit Kindern fördert die Europäische Kommission mit zusätzlichen Mitteln, um ihnen einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen. Zuletzt ging eine Marburger Studentin 2016/17 nach Rumänien. Erasmus fördert auch Studenten mit Behinderung. „Wir freuen uns, dass inzwischen regelmäßig Studierende mit Behinderung gefördert werden können. Wir haben hier in den letzten Hochschuljahren mehrfach Studierende fördern können, die für Studienaufenthalte nach Großbritannien, Spanien und in die Tschechische Republik gegangen sind“, sagt Bohle.

von Philipp Lauer

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