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Basketball, Pokalwettbewerb

Zackery geht - Baker kommt zurück

Nach den jüngsten ­Enttäuschungen in der ­Bundesliga käme ein ­Erfolg im Wettbewerb um den Pokal den Marburger Basketballerinnen gerade recht. Nicht dabei sein wird Kellindra Zackery, die nach Saarlouis wechselt
Ihr letztes Spiel für den BC Marburg bestritt Kellindra Zackery (rechts) gegen den Herner TC am ­vergangenen Sonntag. Sie hat die Blue Dolphins auf eigenen Wunsch verlassen.Foto: Nadine Weigel

Ihr letztes Spiel für den BC Marburg bestritt Kellindra Zackery (rechts) gegen den Herner TC am ­vergangenen Sonntag. Sie hat die Blue Dolphins auf eigenen Wunsch verlassen.Foto: Nadine Weigel

© Nadine Weigel

Marburg. Der BC Marburg und Kellindra Zackery gehen ab sofort getrennte Wege. Wie der Verein gestern mitteilte, sei das Vertragsverhältnis mit der US-Amerikanerin auf Wunsch der Spielerin aufgelöst worden. Zwischen ihr und der Mannschaftsleitung ­habe es „unüberbrückbare Differenzen“ gegeben, sagt Trainer Patrick Unger. Zackery werde sich den Royals des TV Saarlouis anschließen.

Ihre Landsfrau Tonisha Baker, die vor der Saison von Marburg zum Zweitligisten Wolfenbüttel gewechselt war, wird wieder zurückkehren. Ihre Freigabe liegt vor. Möglicherweise kann sie bereits heute Abend (20 Uhr) im Pokalspiel beim BBZ Opladen eingesetzt werden.

Mit dem bisherigen Verlauf der Bundesligasaison können die Blue Dolphins des BC Marburg nicht gerade zufrieden sein. Zuletzt erlitten sie eine bittere Heimschlappe gegen den Herner TC, der die indisponierten Gastgeber beim 76:45 geradezu vorführte.

Natürlich gehört Herne zum Kreis der Topfavoriten. Doch auch Marburgs Zielsetzung dürfte eher die Runde der besten Teams sein, als ein Kampf gegen den Abstieg.

Noch ist die Runde jung, dennoch geben die jüngsten Leistungen Anlass zur Besorgnis. Nach dem Sieg in eigener Halle gegen Donau-Ries, bei dem sich die Marburgerinnen vor allem im zweiten Viertel als schier unschlagbare Einheit präsentierten, wähnten viele Beobachter die Blue Dolphins bereits auf dem richtigen Weg. Die von Trainer Patrick Unger favorisierte Philosophie, aus einer aggressiv agierenden Deckung heraus zu operieren, schien zu fruchten. Doch der Rückschlag folgte auf den Fuß. Hielt sich die Niederlage beim USC Freiburg (55:56) nach schwacher Leistung noch in Grenzen, erlebten die Dolphins gegen Herne ihr blaues Wunder.

Insgesamt scheint das Team in seiner Entwicklung momentan zu stagnieren. Leistungsträger der vergangenen Saison laufen zum Teil ihrer Form hinterher. Überdies haben sich neu verpflichtete Spielerinnen nicht als die Verstärkung erwiesen, die man sich erhofft hatte. So hat sich der Verein inzwischen von der US-Amerikanerin ­Bjonee Reaves getrennt.

Die Mannschaft wirkt verunsichert, weist unübersehbare spieltaktische und -technische Defizite auf, die schnellstens behoben werden sollten.

Da mag die Pokalbegegnung in Opladen gerade recht kommen, um sich neues Selbstvertrauen zu erarbeiten. Gegen den Zweitligisten geht Marburg als klarer Favorit ins Rennen.

Das sieht auch Chef-Coach Unger so: „Wir nehmen die Favoritenrolle an, obwohl wir möglicherweise gerade jetzt der richtige Gegner für Opladen sind. Aber wir wollen gut spielen und gewinnen. Wir sind momentan nur auf uns konzentriert. Das soll keineswegs als Respektlosigkeit gegenüber Opladen verstanden werden. Natürlich nehmen wir jeden Gegner ernst.“

Birgit Kunel: „Wir haben nichts zu verlieren“

Opladens Trainerin Birgit Kunel sieht der Aufgabe für ihr Team recht entspannt entgegen: „Wir freuen uns auf das Spiel und haben nichts zu verlieren. Gegen den Bundesligisten Marburg sind wir klarer Außenseiter. Dennoch wollen wir mit ­unserem Publikum im Rücken unsere Chancen suchen, die momentane Verunsicherung der Marburgerinnen nutzen und sie möglichst lange zum Nachdenken zu bringen.“

Eine gute Bekannte in Opladen ist Marburgs Nationalspielerin Birte Thimm. Sie ist in Opladen in der Jugendzeit ausgebildet worden, ehe sie nach Oberhausen in die Bundesliga wechselte. Thimm spielt seit Beginn der Saison beim BC Marburg und ist Kapitänin der Blue Dolphins.

von Bodo Ganswindt

[Heike Schmidt]

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