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Fußball-Hessenliga

Eintracht trifft auf den Lieblingsgegner

2:2 und 1:4 - Das vergangene Wochenende hatte sich Eintracht Stadtallendorf anders vorgestellt. Am Samstag gegen Vellmar geht es für den Tabellenzweiten nun darum, wieder in die Spur zu finden.
Del Angelo Williams (Mitte) ist mit dem TSV Eintracht Stadtallendorf vor dem Aufeinandertreffen mit dem OSC Vellmar Favorit.

Del Angelo Williams (Mitte) ist mit dem TSV Eintracht Stadtallendorf vor dem Aufeinandertreffen mit dem OSC Vellmar Favorit.

© Thorsten Richter

Stadtallendorf. Nach den beiden kräftezehrenden Partien am vergangenen Wochenende stand bei der Eintracht unter der Woche in erster Linie Regeneration auf dem Programm. „Es waren zwei sehr schwierige Spiele innerhalb von drei Tagen. Wir müssen jetzt erst wieder in den Rhythmus des Liga-Alltags finden“, erklärt Trainer Dragan Sicaja. Bitter für Stadtallendorf ist, dass Daniel Vier, der gegen Bayern Alzenau schon nach einer halben Stunde ausgewechselt werden musste, laut Sicaja „mindestens zwei bis drei Wochen“ fehlen wird. Der 34-Jährige, der zuletzt eine enorm wichtige Stütze im Spiel der Eintracht darstellte, laboriert an muskulären Problemen im Oberschenkel.

Viers Fehlen war am Montag auch einer der Gründe, dass sich die Herrenwälder gegen Alzenau mit 1:4 geschlagen geben mussten. Das allein will Dragan Sicaja aber nicht als Ausrede gelten lassen. Am Ende seien es „zwei, drei individuelle Fehler zu viel“ von seiner Mannschaft gewesen. Weil die Eintracht schon zwei Tage zuvor gegen Borussia Fulda nur 2:2 gespielt hatte, rutschte sie über das verlängerte Wochenende von der Tabellenspitze. Der Rückstand auf Spitzenreiter Hessen Dreieich beträgt nun fünf Punkte.

Um den Anschluss zu halten, braucht es für den TSV an diesem Spieltag also einen Sieg. Gegner OSC Vellmar scheint dafür wie gemalt: In der vergangenen Saison fertigte Stadtallendorf die Nordhessen mit 6:1 und 6:2 zweimal ab. Auch Sicaja gibt zu: „Vellmar ist kein Übergegner.“ Unterschätzen dürfe man den Tabellenelften trotzdem nicht. „Es spricht schon für sich, dass sie es mit ihren Mitteln in den vergangenen Jahren geschafft haben, die Klasse zu halten. Sie haben eine gefährliche Mannschaft“, so der Eintracht-Trainer, dem Muhamet Arifi nach dessen Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung steht. Der Einsatz von Erdinc Solak entscheidet sich heute im Abschlusstraining.

„Eine Herkulesaufgabe“ erwartet unterdessen OSC-Trainer Mario Deppe, der von den Stadtallendorfern schwärmt: „Sie haben einen Bombentrainer und eine tolle Mischung in der Mannschaft zwischen gestandenen Spielern und jungen Neuzugängen.“

Vellmar sieht sich als klaren Außenseiter

Im Sommer hatte Vellmar einen einigermaßen großen Umbruch zu bewältigen - zwölf Spieler verließen den Verein, dafür kamen acht Neue. Noch sei die Mannschaft nicht auf ihrem Top-Niveau, sagt Deppe. Erst am Montag bei der 0:2-Niederlage gegen Hadamar war das wieder zu beobachten. Dreizehn Punkte hat Vellmar bislang geholt, für das Team wird es wohl - wie in den vergangenen beiden Jahren - einzig um den Klassenerhalt gehen. „Das Wichtigste am Samstag wird sein, s wir uns nicht verstecken. Wir müssen aggressiv gegen den Stadtallendorfer Tempofußball spielen“, fordert Mario Deppe, der die Kräfteverhältnisse aber auch realistisch einzuschätzen weiß. Sein Team sei klarer Außenseiter: „So deutlich wie dieses Mal war die Ausgangslage in den zurückliegenden Jahren aber noch nie.“

von Yanik Schick


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