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Sport-Welt „Ziemlich grausam“
Sport Sport-Welt „Ziemlich grausam“
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13:32 09.08.2014
Es ist bereits die zweite Schlappe die der US-Schwimmstar in kürzester Zeit hinnehmen musste. Quelle: dpa
Irvine

Schwimm-Superstar Michael Phelps hat im zweiten Rennen der US-Meisterschaften die zweite Niederlage hinnehmen müssen. Nach der Weltjahres-Bestzeit von 51,17 Sekunden im Vorlauf über die 100 Meter Schmetterling verpasste der Rekord-Olympiasieger am Freitag (Ortszeit) im kalifornischen Irvine im Finale über seine Paradestrecke den Titel. In 51,30 Sekunden schlug Phelps eine Hundertstelsekunde hinter Tom Shields an. Bereits am Mittwoch musste sich Phelps über die 100 Meter Freistil mit Rang sieben begnügen. 

Während Überraschungssieger Shields seinen Mund weit aufriss und beide Arme jubelnd nach oben streckte, schaute Phelps im Woollett Aquatics Center verdutzt zur Anzeigetafel. „Ich bin jemand, der einfach nicht verlieren kann. Es ist mir egal, ob es eine Hundertstel ist oder fünf Sekunden“, meinte der 18-malige Olympiasieger und kündigte an, dass ihn diese Niederlage „auf jeden Fall motivieren wird.“

Phelps, der bei Olympia dreimal Gold über die 100 Meter Schmetterling gewann und den Weltrekord hält, war bei der Wende nur Siebter. Auf der Schlussbahn holte er auf, vermasselte aber letztlich den Anschlag und vergab so den Sieg. Anstatt auf den letzten Metern noch einen Armzug zu machen, glitt er zur Beckenwand. „Ziemlich grausam“, meinte Trainer Bob Bowman. Er habe durch seine falsche Entscheidung „sämtliches Momentum verloren“, ergänzte Phelps.

Der „Goldfisch“ hat zwar in seiner glanzvollen Karriere alles gewonnen, dennoch hat Bowman beim erfolgreichsten Athleten der Schwimm-Geschichte eine gewisse Nervosität festgestellt. „Er weiß, dass die anderen Jungs alle heiß sind und er weiß auch, dass er nicht so viel in der Vorbereitung getan hat, wie üblich“, betonte Bowman.

Phelps hatte sich erst im April aus seiner Schwimm-Rente zurückgemeldet. Er ist sich darüber im Klaren, dass er „mehr Training und mehr Kondition“ braucht, um über die 100 Meter Schmetterling eine Zeit unter 51 Sekunden zu schwimmen.

Trotz seiner durchwachsenen Ergebnisse darf Phelps weiter mit einem Start bei den Panpazifischen Spielen vom 21. bis 25. August in Australien rechnen. Die Resultate beider Wettbewerbe entscheiden über das amerikanische Team bei den Weltmeisterschaften 2015 im russischen Kasan.

In guter Form präsentierten sich derweil andere: Tyler Clary gewann die 400 Meter Lagen in 4:09,51 Minuten. Ex-Weltmeisterin Jessica Hardy setzte sich in 30,12 Sekunden auf der 50 Meter Bruststrecke durch. Beide Zeiten sind jeweils die zweitschnellsten in diesem Jahr.

dpa

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