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Sport-Welt Waspo 98 vermisst die Gegenwehr
Sport Sport-Welt Waspo 98 vermisst die Gegenwehr
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00:17 01.03.2015
Von Norbert Fettback
Traf insgesamt sechs Mal: Bence Toth – hier gegen Wolf Moog. Quelle: Florian Petrow
Hannover

Vier Sekunden vor der Schlusssirene wollte es Erik Bukowski dann doch wissen. Mit einem Wurf aus der Drehung versuchte es der mit 26 Saisontreffern torgefährlichste Spieler von Waspo 98 Hannover, der Ball zappelte aber nicht im Netz. Für den 28-Jährigen stand die Null, das aber hatte am Donnerstagabend im Stadionbad überhaupt nichts zu bedeuten. Das Derby in der Wasserball-Bundesliga war längst entschieden, der Lokalrivale White Sharks mit 19:3 (7:0, 2:0, 5:3, 5:0) geschlagen. „Heute war er mal der Spielmacher“, sagte Waspo-Torwart Roger Kong nach der einseitigen Partie augenzwinkernd. „Ich hatte schon gehofft, dass wir besser spielen würden“, meinte mit einem Achselzucken Jörg Deike, Chef der chancenlosen Sharks.

Obwohl schon nach dem ersten Viertel die Spannung heraus war, gab es beim Sieger doch einige Aufregung. Vor allem Waspo-Präsident Bernd Seidensticker kriegte sich kaum ein. „Wenn ich eine junge Mannschaft mit Talenten habe, wie es bei den Sharks der Fall ist, dann versuche ich doch, auch Tore zu werfen“, sagte er. Grund für seine Verärgerung, die Trainer Karsten Seehafer teilte, waren wiederholte Szenen, in denen Spieler des Kontrahenten aus lauter Verzweiflung den Ball unmotiviert in die gegnerische Hälfte warfen, unerreichbar für Freund und Feind.

Starke Waspo-Würfe

Kong im Waspo-Tor hatte am Donnerstag kaum etwas zu tun. Es dauerte bis zur 19. Spielminute, ehe er durch Jonas Reinhart aus der Distanz zum ersten Mal überwunden wurde. Das war der Treffer zum 1:12, ein demütigender Spielstand. Zu diesem Zeitpunkt hatte Sharks-Stammtorwart Kevin Götz schon den Platz mit Dominik Schimanski getauscht. Das sei nach zwei Vierteln so vorgesehen gewesen, sagte Deike. An der Leistung des 22-Jährigen hatte es wahrlich nicht gelegen, dass seine Mannschaft da mit dem 0:9 schon ordentlich einen auf den Deckel bekommen hatte. Götz hielt, was zu halten war – aber gegen die platzierten Würfe der Waspo-Spieler war kein Kraut gewachsen.

Waspo hatte auch danach mehr oder minder alles im Griff – die Sharks hingegen bekamen auf das Geschehen so gut wie keinen Zugriff. Abgesehen von einer kurzen Auftauchphase Mitte des dritten Durchgangs, in der auch Felix Struß und Attila-Hamza Demir trafen. Waspo ließ im Abschluss sogar noch Milde walten. „Die Tore haben wir uns für das Pokalturnier nächste Woche in Potsdam aufgehoben“, sagte Center Andreas Schlotterbeck. Nur ein Treffer – das ist für ihn eine unterdurchschnittliche Quote. Aber gestern, in einem besseren Trainingsspiel, reichte das allemal.

Die Tore

Tore für Waspo: Toth (6), Paunovic, Jokic (beide 3), Haarstick (2), Schlotterbeck, Immermann, Balatoni, Pickert und Bolovic.

Tore für White Sharks: Reinhart, Struß und Demir.

Severin Freund hat sich mit einer grandiosen Flugshow den Traum vom ersten deutschen WM-Gold im Einzel seit 2001 erfüllt. Der 26-Jährige kürte sich am Donnerstag auf der Großschanze zum sechsten deutschen Skisprung-Weltmeister der Geschichte und bescherte den DSV-Adlern zugleich den ersten Titel seit Martin Schmitt vor 14 Jahren in Lahti.

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„Wir können nur verlieren“, sagte Waspo-Trainer Karsten Seehafer mit Blick auf Donnerstagabend. Dann trifft er mit seinem klar favorisierten Team im Derby auf die Wasserballer der White Sharks. Die Gäste wollen sich dabei besser aus der Affäre ziehen als im Hinspiel: Da hieß es 18:5 für Waspo 98. Anpfiff ist um 20 Uhr im Stadionbad.

Norbert Fettback 28.02.2015