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Sport-Welt „Vielseitigkeit macht Spaß“
Sport Sport-Welt „Vielseitigkeit macht Spaß“
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21:54 14.09.2014
„Die Strecke war sehr schön zu reiten, durchaus auf Zwei-Sterne-Niveau.“ Quelle: Florian Petrow
Langenhagen-Twenge.

Michael Jung sprang nach seinem letzten Ritt lachend vom Pferd. „Vielseitigkeit macht Spaß“, sagte der Pferdewirt aus dem baden-württembergischen Horb. „Ich bin bestens zufrieden, alle sind platziert.“

Jung, frischgebackener Mannschaftsweltmeister und Silbermedaillengewinner im Einzelwettbewerb bei den Weltreiterspielen, war überhaupt nicht aus der Puste zu bringen, obwohl er ein strammes Programm für die drei Tage des internationalen Vielseitigkeitsturniers des VfV Langenhagen in Twenge bewältigt hatte. Der 32-Jährige startete gleich mit fünf Pferden. Und mit der kleinen Schwester seines WM-Pferdes fischerRocana, Ricona, erzielte der Doppelsieger von 2012 sein bestes Ergebnis in der CIC**-Prüfung. Ohne Abwurf im Parcours, fehlerfrei im Gelände, Einhalten der Bestzeit – das alles war kein Problem für Jung und seinen Partner, beide fingen sich nur Strafpunkte in der Dressur, der Auftaktprüfung, ein.

Platz 4 lautete das Endergebnis für den Schwaben. Siegerin des Wettbewerbs wurde Julia Krajewski auf Chuppa Chupp. Die 25-Jährige holte ihre 36,9 Strafpunkte ebenfalls ausschließlich in der Dressur und blieb wie Jung sowohl im Springen als auch im Gelände fehlerfrei. Die Westfälin, die nicht zur Weltmeistermannschaft in der Normandie gehörte, aber auf dem Sprung in die nationale Spitze der Vielseitigkeitsreiter ist, hatte schon nach dem Springen geführt und den Vorsprung im Gelände nervenstark verteidigt.

Ingrid Klimke, die routinierte Mannschaftsweltmeisterin aus Münster, sicherte sich auf Hale Bob Platz 2 (38,2 Strafpunkte) nach den 3460 Metern im Gelände, die mit 24 Hindernissen gespickt waren. Den 3. Platz belegte Frank Ostholt, Mannschaftsweltmeister 2006 und -Olympiasieger 2008.

Auch die aktuelle Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth sowie Dirk Schrade (Gold im Team bei der WM) und der WM-Siebte im Einzel, Peter Thomsen, nahmen mit jungen Pferden an der 30. Auflage des Twenger Vielseitigkeitturniers teil, verfehlten wie Jung aber den Sprung auf das Siegerpodest.

Der beste deutsche Vielseitigkeitsreiter lobte aber stellvertretend für alle seine Mitstreiter den Ausrichter VfV Langenhagen. „Das hier war eine gute Vorbereitung für die Weltmeisterschaft der Jungen Pferde im Oktober in Le Lion D’Angers“, sagte Jung. „Die Strecke war sehr schön zu reiten, durchaus auf Zwei-Sterne-Niveau.“ Dieses Lob aus dem Mund des Goldreiters rundete das 25. Jubiläum des VfV Langenhagen ab.

Anke Friedmann

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