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Sport-Welt Vettel auch in Malaysia auf Pole
Sport Sport-Welt Vettel auch in Malaysia auf Pole
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13:55 09.04.2011
Sebastian Vettel hat sich erneut die Pole Position gesichert. Quelle: dpa

Sebastian Vettel freute sich wie ein kleines Kind: „Huhu, huhu!!!“, feierte der Formel-1-Weltmeister überschäumend bereits per Boxenfunk seine in allerletzter Sekunde erkämpfte Pole Position für den Großen Preis von Malaysia. „Yeah! So muss man es machen.“ Der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim unterstrich damit seine Favoritenrolle für das Hitzerennen in Sepang, wo er schon im Vorjahr triumphiert hatte. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, betonte er.

Für Rekord-Champion Michael Schumacher endete dagegen auch die zweite Qualifikation dieser Saison am Samstag mit einer herben Enttäuschung: Wegen eines technischen Problems schaffte der Mercedes-Pilot aus Kerpen wie schon beim Auftakt in Australien als Elfter nicht den Sprung in die Top Ten. „Der Heckflügel ist nicht in die gewünschte Position zurückgegangen“, erklärte er die Ursache.

Nick Heidfeld war als Sechster etwas überraschend Zweitbester des deutschen Sextetts. Das Podium „ist ’ne Option“, sagte der Lotus-Renault-Pilot aus Mönchengladbach zufrieden. Dass er seinen russischen Teamkollegen Witali Petrow geschlagen habe, sei „nicht unwichtig“, aber er konzentriere sich nicht darauf. Nico Rosberg (Wiesbaden) entschied im zweiten Silberpfeil erneut das teaminterne Duell mit Schumacher zu seinen Gunsten. „Der neunte Platz ist natürlich nicht gut“, sagte er dennoch unzufrieden.

Am Sonntag (Start: 10.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) spricht alles für einen Teamzweikampf zwischen Red Bull und McLaren. Der Brite Lewis Hamilton belegte mit 0,104 Sekunden Rückstand auf Vettel den zweiten Platz. „Position 1 wäre mir natürlich lieber gewesen, aber ich kann nicht enttäuscht sein“, fand sich der Ex-Champion mit seiner Niederlage ab.

In der zweiten Startreihe stehen in dem drittplatzierten Mark Webber (Australien) und in Jenson Button (Großbritannien) ebenfalls ein Red-Bull- und ein McLaren-Konkurrent. Dieses Quartett setzte sich deutlich von den die nächsten vier Ränge belegenden Ferrari- und Lotus-Renault-Kombinationen ab. „Ich glaube, es wird ein tolles Rennen“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner angesichts der „guten Ausgangslage“.

Bei Mercedes GP war dagegen Frustbewältigung angesagt. „Die Plätze neun und elf für Nico und Michael sind nicht das von uns angestrebte Qualifying-Ergebnis“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Dass Schumacher wie schon vor zwei Wochen in Melbourne Opfer eines technischen Problems war, bedeutete keinen Trost.

„Es ist ziemlich offensichtlich, dass was schief gelaufen ist. Ich war das ganze Wochenende von uns beiden klar vorneweg“, wies Schumacher darauf hin, dass die erneute Niederlage gegen Rosberg aus seiner Sicht nur dem streikenden Heckflügel geschuldet war. Fakt sei aber, dass „wir generell nicht so stark sind, wie wir sein wollen“. Rosberg, der ebenfalls über den Heckflügel klagte, assistierte: „Das Problem ist, dass wir im Rennen auch nicht so stark sind.“

Vettel benötigte auf dem 5,543 Kilometer langen Sepang International Circuit 1:34,870 Minuten bei seinem besten Versuch. „Ohne KERS stünden wir heute nicht hier“, strich der 23 Jahre alte Vorjahressieger nach seiner insgesamt 17. Pole-Position den Anteil des von Red Bull erstmals eingesetzten Energierückgewinnungssystems heraus. KERS bringt per Runde 6,7 Sekunden lang 82 PS zusätzlich. Ohne diesen Power-Schub hätte Vettel Hamilton wohl kaum schlagen können.

Adrian Sutil (Gräfelfing) belegte im Force India Platz 17: „Technische Probleme ohne Ende. Es ist einfach keine Konstanz da.“ Timo Glock war als 22. bereits in der ersten K.o.-Runde klar gescheitert. „Unser Auto ist einfach zu langsam“, klagte der Virgin-Pilot aus Wersau. „Im Regen sind wir genauso langsam. Höchstens bei den anderen KERS-Autos schlägt der Blitz ein und wir fahren weiter.“

Vor dem Großen Preis von Malaysia führt Titelverteidiger Vettel die WM mit 25 Punkten an. Hamilton (18 Punkte) ist Gesamtzweiter vor dem Russen Witali Petrow im Lotus Renault (15.)

dpa

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