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Sport-Welt „Gute Reise, Jules"
Sport Sport-Welt „Gute Reise, Jules"
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11:28 21.07.2015
Nach neun Monaten im Koma ist Rennfahrer Jules Bianchi gestorben. Quelle: dpa (Archiv)
Nizza

Zu einer leisen Gitarrenversion des Eagles-Hits "Hotel California" betraten die Familie sowie engste Freunde und Fahrerkollegen des Franzosen die Kathedrale Sainte-Reparate im Herzen von Bianchis Heimatstadt. Die Außenwände des Gotteshauses waren mit überdimensionalen Porträts des 25-Jährigen dekoriert. Um genau 10.50 Uhr wurde Bianchis Sarg durch den abgesperrten Bereich vor dem Haupteingang in die Kathedrale getragen. Etliche Formel-1-Fahrer waren unter den Trauergästen, unter anderem Nico Rosberg, Felipe Massa und Jenson Button. Französischen Medienberichten zufolge hatte auch Weltmeister Lewis Hamilton sein Erscheinen angekündigt.

Ebenfalls dabei waren der viermalige Champion Alain Prost, FIA-Präsident Jean Todt und der französische Sportminister Thierry Braillard. Am Dienstagmorgen hatten die Teams via Twitter an Bianchi erinnert und dazu Fotos des Franzosen gestellt. "Gute Reise, Jules, Gott schütze dich", schrieb Mercedes, "Unsere Gedanken sind in Nizza, CIAOJULES", hieß es bei Red Bull.

Keine Nummer 17 mehr

Bereits einen Tag vor der Trauerfeier hatte der Automobil-Weltverband FIA beschlossen, Bianchis Startnummer 17 in der Formel-1-Weltmeisterschaft nicht mehr zu vergeben. "Da die Startnummer mittlerweile von jedem Fahrer individuell ausgewählt wird und ihn dann während seiner gesamten Karriere begleitet, halten wir es für eine angemessene Geste, die Nummer 17 aus Respekt vor Jules Bianchi aus der Formel 1 zurückzuziehen", heißt es in einem Statement.

Bianchi war in der Nacht zum Samstag rund neun Monate nach dem verheerenden Crash beim Großen Preis von Japan in Suzuka gestorben. Am 5. Oktober 2014 war er auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Marussia unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Bianchi hatte bei dem Unfall schwerste Kopfverletzungen erlitten und seither im Koma gelegen.

SID

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