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Sport-Welt Topsprinter André Greipel plant Großes
Sport Sport-Welt Topsprinter André Greipel plant Großes
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15:28 11.12.2015
Andre Greipel nach der 15. Etappe der Tour de France. Quelle: dpa (Archiv)
Palma de Mallorca

Alles soll für den deutschen Topsprinter André Greipel im kommenden Jahr so laufen wie 2015 - mit einer Ausnahme: Der Rostocker will im Oktober in Doha Straßen-Weltmeister und damit Nachfolger von Rudi Altig (1966) werden. "Die abgelaufene Saison war die beste meiner Karriere. In der Vorbereitung auf 2016 soll alles so laufen wie im vergangen Jahr: Erst will ich wieder eine Etappe beim Giro gewinnen, bei der Tour de France brillieren - und dann will ich Weltmeister werden", sagte Greipel der Deutschen Presse-Agentur.

Im Trainingslager seines Lotto-Soudal-Team auf Mallorca nahm der zehnfache Tour-Etappensieger auch Stellung zu weiteren Fragen:

... zum SAISONSTART: Greipel will bei der Mallorca-Challenge Anfang Februar sein erstes Rennen bestreiten, danach startet er bei der Algarve-Rundfahrt in Portugal. Australien lässt er aus. «Nur über Weihnachten gönne ich mir ein paar freie Tage mit der Familie, dann geht's im Training weiter», sagte Greipel.

... zum erwarteten SPRINT-MEHRKAMPF bei der kommenden Tour de France, bei der er sich nach verschiedenen Transfers mit mehr Teams als potenzielle Widersacher in Massensprints als zuletzt auseinandersetzen muss: «Die Fahrer sind doch dieselben, auch wenn sie zum Teil in anderen Mannschaften fahren. Kittel, Cavendish, Kristoff - habe ich doch schon alle geschlagen. Außerdem haben wir ein sehr eingespieltes Team zur Sprint-Vorbereitung.

... zur DATEN-OFFENSIVE des zweifachen britischen Toursiegers Chris Froome, der um mehr Glaubhaftigkeit und gegen Doping-Gerüchte kämpft: «Ich habe mir seine Daten nicht angeschaut. Meine Werte - Herzfrequenz, Wattzahlen, wann, wie lange ich wo gefahren bin: Das kann jeder gerne im Internet nachsehen. Ich habe keine Geheimnisse», sagte der bullige Sprinter, dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft. Greipel ist beim belgischen Lotto-Soudal-Team zufrieden und will bleiben, Vertrags-Gespräche werden traditionell meist bei der Tour geführt.

... zu den DOPING-FÄLLEN in der Leichtathletik: "Sport ist Sport. Mir hätte besser gefallen, dass beim öffentlichen Anti-Doping-Schwur meiner Kollegen John Degenkolb, Tony Martin und Marcel Kittel vor einiger Zeit auch andere Sportler, zum Beispiel noch ein Leichtathlet oder ein Biathlet, in dieser Weise zu Wort gekommen wären. Der Radsport ist inzwischen eine der saubersten Sportarten. Das ist nicht so dahergesagt, das kann mit Zahlen belegt werden", erklärte der 33-Jährige.

... zum HAMBURGER OLYMPIA-AUS: "Das ist schade und traurig, besonders für den Nachwuchs. Die Bewerbung wäre ein schönes Signal für den gesamten Sport in Deutschland gewesen, der Geldfaktor war wohl entscheidend für die ablehnende Haltung vieler Bürger", sagte Greipel.

dpa

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