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Sport-Welt Sylvain Chavanel gewinnt zweite Etappe und holt Gelb
Sport Sport-Welt Sylvain Chavanel gewinnt zweite Etappe und holt Gelb
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17:46 05.07.2010
Sylvain Chavanel Quelle: dpa

„Das war eine Solidaritätsaktion“, erklärte der Eschborner Tony Martin, der nun Gesamtdritter ist.

So hatte Chavanel am Montag im Nieselregen keine Mühe, um fünf Tage nach seinem 31. Geburtstag als Solist die 2. Etappe in Spa zu gewinnen und den unglücklichen Schweizer Fabian Cancellara an der Spitze der Gesamtwertung abzulösen. „Das ist das reine Glück, was ich hier erlebe. Ich bin überwältigt“, stammelte der neue Mann in Gelb, dem als erster Gratulant Radsport-Ikone Eddy Merckx um den Hals fiel.

Im Klassement führt Chavanel, der im belgischen Kur- und Heilbad Spa seinen zweiten Tour-Etappensieg ausgelassen feierte und seine Halskette küsste, nun vor Cancellara (Rückstand: +2:57 Minuten) und Martin (3:07). Dem guten Klassiker-Fahrer ist zuzutrauen, dass er am Dienstag auf den gefürchteten Kopfsteinpflasterpassagen in Nordfrankreich das „Maillot Jaune“ verteidigen und bis zum Wochenende in Gelb fahren kann. Tageszweiter im 3:56 Minuten später geschlossen eintrudelnden Peloton wurde nach 201 Kilometern der Franzose Maxime Bouet vor Milram-Profi Fabian Wegmann.

Einen schwarzen Tag erwischte der Luxemburger Andy Schleck, der 30 Kilometer vor dem Ziel auf regennasser Straße ausrutschte und sich den Ellenbogen blutig schlug. Immerhin verlor er keine Zeit auf seine Hauptkonkurrenten Alberto Contador und den ebenfalls gestürzten Armstrong, da sich die Topfahrer auf ein Stillhalteabkommen geeinigt hatten.

Schon am Dienstag könnte das Klassement wieder durcheinandergewirbelt werden, wenn die gefürchteten Kopfsteinpflaster warten. „Es wird ein Blutbad geben“, malte Armstrong vor der 3. Etappe ein düsteres Bild. Auch Milram-Kapitän Linus Gerdemann bediente sich martialischer Worte: „Das gibt Mord und Totschlag.“

Lange vor der Zieldurchfahrt in der Nähe von Michael Schumachers Lieblings-Formel-1-Strecke in Spa träumte Marcus Burghardt von einem Tagessieg. Der lange Sachse aus Zschopau, der zuletzt zwei Etappen bei der Tour de Suisse im Alleingang gewonnen hatte, war Mitglied einer achtköpfigen Ausreißergruppe, die sich kurz nach dem Start in Brüssel gebildet hatte. Am vorletzten Anstieg konnte Burghardt seinen Begleitern um Chavanel, der alle anderen ebenfalls abhängte, aber nicht mehr folgen.

Burghardt hätte als möglicher Etappensieger in Spa ein großes Vorbild gehabt: 1962 feierte Rudi Altig hier den ersten seiner acht Tour-Etappensiege und streifte sich als erster deutscher Radprofi nach dem Krieg das Gelbe Trikot über.

Alexander Winokurow, im Vorjahr von einer zweijährigen Dopingsperre zurückgekehrt, hatte sich als Intimkenner des Terrains besonders viel vorgenommen. Als zweifacher Sieger von Lüttich- Bastogne-Lüttich war die zweite Etappe für den 36-Jährigen in mehrfacher Hinsicht von großer Bedeutung. „Unser Staatspräsident Nursultan Narzarbajew hat heute Geburtstag, genauso wie unsere Hauptstadt Astana - Ich liebe Symbole“, hatte der umstrittene Kasache vor dem Start erklärt.

dpa

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