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Sport-Welt So geht es BVB-Spieler Marc Bartra nach dem Anschlag
Sport Sport-Welt So geht es BVB-Spieler Marc Bartra nach dem Anschlag
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09:46 12.04.2017
Der Schock steht in den Gesichtern: BVB-Profis, wie Roman Bürki (2.r.) und Christian Pulisic (3.v.r.) nach der Explosion am Mannschaftsbus. Bürki saß direkt neben Marc Bartra, der schwer verletzt wurde.   Quelle: dpa
Dortmund

Beim Angriff auf den Dortmunder Mannschaftsbus wurden zwei Menschen verletzt: Neben einem Polizisten, der den Bus auf einem Motorrad begleitet hatte, erwischte es BVB-Verteidiger Marc Bartra. Während der Polizist mit einem Knalltrauma und einem Schock vergleichsweise glimpflich davon kam, erwischte es den BVB-Profi schwerer. Bartra wurde an der Hand verletzt, der 26-Jährige wurde noch am Dienstagabend in einem Dortmunder Krankenhaus operiert.

Die Polizei hatte den Grad der Verletzung im Laufe des Abends von „leicht“ auf „schwer“ hochgestuft. Nach Angaben des BVB-Pressesprechers zog sich Bartra eine gebrochene Speiche im rechten Handgelenk zu. Zudem verletzten ihn diverse „Fremdkörpereinsprengungen“ am Arm. "Wir sind in Gedanken bei ihm", zitiert die Bild-Zeitung BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Wann Bartra das Krankenhaus verlassen kann, ist unbekannt. BVB-Geschäftsführer Watzke hatte am Abend gesagt: „Ich weiß auch nur, dass er gerade operiert wird und dass er erstmal nicht einsatzfähig sein wird.“ Entsprechend erscheint unwahrscheinlich, dass Bartra bei der Neuansetzung des Spiels (Mittwoch, 18.45 Uhr), mitwirken wird.

Große Anteilnahme

Bartra, der auch schon für den FC Barcelona spielte, saß in der letzten Reihe des Busses als es zu den Explosionen kam. Neben ihm: BVB-Torhüter Roman Bürki. „Ich saß in der hintersten Reihe neben Marc Bartra, der von Splittern der zerborstenen Rückscheibe getroffen wurde“, sagte Bürki der Schweizer Zeitung „Blick“.

Anfang April explodierten am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund drei Sprengsätze. Ein Spieler und ein Polizist wurden teils schwer verletzt.

„Der Bus bog auf die Hauptstraße ein, als es einen Riesenknall gab – eine regelrechte Explosion“, sagte Bürki. Dann hätten sich die Spieler geduckt und auf den Boden gelegt. „Wir wussten ja nicht, ob noch mehr passiert.“

Das Schicksal des spanischen Nationalspielers bewegt die Fußballfans. Per Twitter wünschten zahlreiche Fans dem Verteidiger eine gute Genesung. Auch viele Vereine drückten ihre Solidarität aus.

Die Zweitligisten wie Hannover 96, der FC St. Pauli oder der 1. FC Nürnberg drückten ihre Anteilnahme aus.

Auch einzelne Fußballer und Trainer, darunter Carlo Ancelotti äußerten sich. „Unsere ganze Unterstützung für @BVB und den Wunsch für eine baldige Genesung für @MarcBartra“, schrieb der Bayern-Coach auf Twitter.

Mitgefühl äußerte auch der Schalker Benedikt Höwedes:

Von RND/zys/dpa

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