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Sport-Welt Elias Sander tritt beim Ironman-Rennen an
Sport Sport-Welt Elias Sander tritt beim Ironman-Rennen an
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00:17 11.07.2015
Von Norbert Fettback
„Mein Training ist sehr effizient“: Der Seelzer Elias Sander in Frankfurt.
Hannover

Für den Handschlag mit Jan Frodeno hat es am Tag danach bei der Ehrung der Besten dann doch nicht mehr gereicht. Dann eben später: Dem neuen Ironman-Europameister wird Elias Sander in einem Vierteljahr ja schon wieder begegnen. Dann nicht in Frankfurt, sondern auf Hawaii – bei der Weltmeisterschaft der Ausdauersportler, dem Traum eines jeden Triathleten. Der 26-Jährige aus Seelze hat sich am Sonntag dafür qualifiziert und kann es Tage später immer noch nicht richtig fassen, was da eigentlich passiert ist. Lediglich 14 Männer waren nach den 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern auf dem Rad und dem abschließenden Marathonlauf schneller als Sander, und zwölf davon – wie Frodeno – sind Profis.

Drittbester Amateur und Zweiter seiner Altersklasse der 25- bis 29-Jährigen, dazu im sechsten Ironman-Rennen auch noch eine persönliche Bestzeit (9:13:59 Stunden): Hannover hatte am Main dank Sander einen starken Auftritt, obwohl der zweimalige Vize-Europameister Jan Raphael diesmal fehlte. Das Erstaunliche an der Geschichte: Sander selbst sagt über sich, er sei „gar nicht so ambitioniert“. Er trainiere mehr nach Lust und Laune. Als in Deutschland Winter war, hat er mit seinem Rad eine ausgiebige Tour durch Neuseeland unternommen. „Danach hatte ich gute Rad-Beine“, sagt er. Das zeigte er in Frankfurt, wo er die Teilstrecke bei glühender Hitze in 4:53 Stunden bewältigte. Beim vorausgehenden Schwimmen habe er sich gefühlt „wie in einer Badewanne. Das Wasser hatte 27 Grad.“

Ein Ironman setzt Leidensfähigkeit voraus. Und das ist offenbar neben Sanders sportlichem Talent ein weiterer Pluspunkt. „Kämpfen und sich quälen können, darin war ich schon immer gut“, sagt der frühere Schwimmer, der im Wasser bis zu seinem 18. Lebensjahr wöchentlich auf ein Pensum von bis 35 Kilometern kam. Er wisse, wie Leistungssport geht. „Mein Training ist sehr effizient.“ Und das zahlt sich aus.

Nach 2011, als er auf Anhieb Dritter seiner Altersklasse wurde, und 2012 (10.) nun also der dritte Start auf Hawaii: Diesmal jedoch mit mehr Akribie im Vorfeld, wie Sander sagt. Im Herbst wird er wahrscheinlich ein Medizinstudium beginnen; dann gibt es die zeitlichen Freiräume nicht mehr, die er jetzt als Aushilfe im Krankentransport am Klinikum der Region Hannover hat. Schlecht für künftige Starts bei einem derartigen Ausdauerwettbewerb. Auf der Pazifikinsel will er die Zeit von Frankfurt noch einmal unterbieten. „Ich weiß ja, was auf mich zukommt“, sagt er. „Die Strecke kenne ich in- und auswendig.“ Anders als am Sonntag in Frankfurt. Norbert Fettback

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