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Sport-Welt Schwarzkopf glänzt beim Hochsprung
Sport Sport-Welt Schwarzkopf glänzt beim Hochsprung
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00:23 17.08.2014
Guter Auftakt: Lilli Schwarzkopf erzielt im Hochsprung persönliche Bestleistung. Quelle: dpa
Zürich

Siebenkämpferin Carolin Schäfer nimmt bei der Leichtathletik-EM in Zürich Kurs auf eine Medaille. Die 22-jährige Frankfurterin lag nach den vier Disziplinen des ersten Tages mit 3845 Punkten auf einem hervorragenden 2. Platz. „Ich hoffe, dass ich heute Nacht gut schlafe“, sagte Schäfer, die mit persönlichen Bestleistungen im Hürdensprint (13,20 Sekunden) und über 200 Meter (23,84) ganz weit nach vorn stürmte. Nur sechs Zähler besser als die Deutsche war die Belgierin Nafissatou Thiam. Lilli Schwarzkopf aus Hannover geht mit 3670 Punkten auf Rang 7 in den zweiten Wettkampftag. „Ich kann heute mehr als zufrieden sein“, meinte die 30-Jährige von der LG Hannover. Die WM-Vierte Claudia Rath (Frankfurt) kam als Achte auf 3669  Zähler.

Ein Ausrufezeichen setzte Schwarzkopf bei ihrem ersten großen Wettkampf nach ihrem Achillessehnenriss im September 2012 mit der persönlichen Bestleistung von 1,85 Meter im Hochsprung, mit der sich die 30-Jährige nach durchwachsenem Hürdenlauf zum Auftakt (13,87 Sekunden) auf den 6. Platz (2038) vorschob. „So ein Gefühl hatte ich seit Olympia nicht mehr“, sagte die 30-Jährige.

Ausgeruht und mit frischen Kräften ging Schwarzkopf fast sieben Stunden nach dem Hochsprung bei ihrer Spezialdisziplin Kugelstoßen an den Start. In den Katakomben hatte sie mit Vater und Trainer Reinhold noch einmal den Bewegungsablauf simuliert. Doch zunächst wirkte Schwarzkopf unzufrieden. Mit 13,92 m blieb sie gut einen halben Meter unter ihren Möglichkeiten. Der Knoten platze dann im letzten Versuch: Mit perfekter Haltung flog die Kugel 14,44 Meter weit – Ziel erreicht. Damit lag sie als Fünfte voll im Soll.

Die 200 Meter gestern Abend fielen ihr allerdings schwer: 25,86 Sekunden bedeuteten lediglich die 19. Zeit. „Das war leider ein Solo-Lauf. Der Sprint fällt mir derzeit noch wahnsinnig schwer, vielleicht sieht das nächstes Jahr schon anders aus. Aber auf Bahn acht zu laufen und niemandem vor mir zu haben, war sicher nicht ideal“, sagte Schwarzkopf nach dem Rennen. Mit 171 Zählern Rückstand zu den Medaillenrängen bestätigte sie jedoch ihr Niveau vom Juni in Ratingen. „Für das Aufbaujahr 2013 ist das doch ganz okay.“ Gut möglich, dass heute noch etwas geht. Es wird auf jeden Fall ein spannender Finaltag.

Welche Platzierung am Ende auch herauskommt, Schwarzkopf, mittlerweile bei der LG Hanover heimisch geworden, genießt ihren ersten großen Wettkampf nach langer Verletzungspause. „Die erste Zeit, bis ich überhaupt wieder Spikes anziehen konnte, war schlimm. Aber irgendwann habe ich dann gemerkt, wie es jeden Tag ein bisschen besser geht“, hatte Schwarzkopf vorher erzählt. Die Olympischen Spiele in London hatten Schwarzkopf weltweit bekannt gemacht. Zunächst war sie wegen eines angeblichen Regelverstoßes beim abschließenden 800-Meter-Lauf disqualifiziert worden, hatte dann aber doch die Silbermedaille erhalten. In diesem Jahr hat Schwarzkopf mit 6420 Punkten nahezu wieder ihr altes Niveau erreicht und gehört in Zürich zu den Medaillenkandidatinnen, zumal mit der Niederländerin Dafne Schippers und der Jahresweltbesten Katarina Johnson-Thompson (Großbritannien) zwei Favoritinnen nicht am Start sind.

Von Frank Schober

Mit einer persönlichen Bestleistung im Hochsprung hat Lilli Schwarzkopf im Siebenkampf den zwischenzeitlichen sechsten Platz erobert. Die erfolgsverwöhnten deutschen Stabhochspringer verzeichnen dagegen den nächsten Ausfall.

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