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Sport-Welt Ron-Robert Zieler bleibt ein USA-Tourist
Sport Sport-Welt Ron-Robert Zieler bleibt ein USA-Tourist
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00:15 06.06.2013
Von Christian Purbs
Nur Zuschauer: Ron-Robert Zieler kam während der Länderspielreise nicht zum Einsatz. Quelle: Thomas Eisenhuth
Hannover

Die Null muss stehen, dann ist der Torwart glücklich und zufrieden. Allzu glücklich schaute Ron-Robert Zieler jedoch am Sonntag nach der 3:4-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im Testspiel gegen die USA nicht aus. Am schlappen Auftritt beim letzten Auftritt der Nationalelf vor der Sommerpause traf den Nationaltorhüter von Hannover 96 keine Schuld, den verfolgte Zieler wie schon die Partie gegen Ecuador von der Reservebank aus. So stand die Null in der Statistik für Zielers Einsatzminuten während der umstrittenen Länderspielreise mit den Begegnungen gegen Ecuador und die USA. Bitter für den 24-Jährigen, der damit als einziger Spieler von Bundestrainer Joachim Löw nicht eingesetzt wurde.

Und doch ist Zieler vielleicht sogar der einzige Gewinner im Löw-Team, was an der schlimmen Vorstellung von Marc André ter Stegen liegt. Der Torwart von Borussia Mönchengladbach stolperte einen harmlosen Rückpass von Benedikt Höwedes zum 0:2 ins eigene Tor und wurde danach von den amerikanischen Fans verhöhnt. So einen peinlichen Patzer wünscht man zwar seinem größten Konkurrenten nicht, Zielers Chancen im Kampf um ein Ticket für die WM im nächsten Jahr in Brasilien als dritter Torwart hinter dem Münchener Manuel Neuer und dem Hamburger René Adler dürften allerdings durch ter Stegens Missgeschick gestiegen sein.

Die Antwort, warum der Gladbacher gegen die USA den Vorzug vor Zieler erhielt, blieb Löw auch am Montag schuldig. Vor dem Spiel war man davon ausgegangen, dass der 96-Keeper und der Borussen-Torwart jeweils eine Halbzeit lang im deutschen Tor stehen würden. Doch ter Stegen spielte durch, was auch daran gelegen haben könnte, dass der Bundestrainer dem Gladbacher Gelegenheit geben wollte, mit guten Paraden seine Klasse zu zeigen - und den schlechten Eindruck aus der 1. Halbzeit zu korrigieren.

Dem widersprach Löw jedoch am Montag in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Angesprochen darauf, ob er erwogen habe, ter Stegen zur Pause auszuwechseln, antwortete Löw: „Wir hatten schon geplant, wenn alles normal läuft, dass wir ihn durchspielen lassen wollen.“

Vorzuwerfen hat sich Zieler nichts. Der 96-Schlussmann hatte in der vergangenen Saison großen Anteil daran, dass die „Roten“ nicht noch mehr Gegentore kassierten. Nach ein paar Unsicherheiten in der Hinrunde beeindruckte der 24-Jährige in der zweiten Saisonhälfte durch konstant gute Leistungen. Helfen würde es ihm jedoch schon bei seinen Ambitionen in der Nationalelf, wenn bei 96 in der nächsten Saison ein paar Mal öfter die Null stehen würde.

Während Zieler sicherlich ein bisschen Frust mit in den Urlaub nimmt, dürfte die Stimmung bei einem ehemaligen 96er prächtig sein. Im Gegensatz zum 96-Torwart kann sich Per Mertesacker jedenfalls nicht über mangelnde Beschäftigung im Nationalteam beklagen. Dem Pattenser gelang sogar das Comeback des Jahres in der DFB-Auswahl. Der 28-jährige Profi des FC Arsenal ist mit 765 Minuten der Rekordspieler der Nationalelf in der Saison 2012/2013, was besonders deshalb überrascht, weil er im vergangenen Sommer bei der EM in Polen und der Ukraine nicht eine Minute zum Einsatz gekommen war. Es sah ganz danach aus, als müsste sich Mertesacker in Zukunft mit der Rolle des Ersatzmannes begnügen.

Doch wegen Verletzungen anderer Abwehrspieler nach der EM kehrte Mertesacker schon zum WM-Qualifikationsauftakt gegen die Färöer in Hannover zurück und stand seither bei fast jeder Partie in der Startelf.

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