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Sport-Welt Tödlicher Sturz an Hindernis zwölf
Sport Sport-Welt Tödlicher Sturz an Hindernis zwölf
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17:47 16.06.2013
„Da zuckt man innerlich zusammen, wenn man so etwas sieht“. Helfer bauen nach dem Sturz des Pferdes einen Sichtschutz auf. Quelle: dpa
Luhmühlen

Bei der Hauptprüfung konnten die deutschen Vielseitigkeitsreiter den erfolgreichen Gästen nur gratulieren. Nach Michael Jungs Sieg in der leichteren Drei-Sterne-Prüfung gewann beim Höhepunkt des wichtigsten deutschen Turniers in Luhmühlen der Neuseeländer Andrew Nicholson. Der 51 Jahre alte Profi setzte sich am Sonntag im abschließenden Springen im Sattel von Mr Cruise Control mit 38,00 Strafpunkten durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Briten Zara Phillips mit High Kingdom (39,70) und William Fox-Pitt mit Neuf des Coeurs (47,70). Bester deutscher Starter war Andreas Dibowski aus Egestorf, der mit Avedon (59,90) Neunter wurde.

Überschattet wurde das Turnier vom Tod der Stute P’tite Bombe. Das zehnjährige Pferde war beim Geländeritt der Vier-Sterne-Prüfung am Samstag mit seinem französischen Reiter Emeric George bei der Durchquerung des Stadions am zwölften Hindernis gestürzt. Keine zwei Stunden später wurde die Stute eingeschläfert. Reiter Emeric George blieb beinahe unverletzt. Nur vier Wochen nach dem Tod des Olympia-Pferdes King Artus in Wiesbaden erlebte die Vielseitigkeitsreiterei damit eine erneute Tragödie. „Da zuckt man innerlich zusammen, wenn man so etwas sieht“, gestand Olympiasieger Michael Jung. Der erfolgreiche Vielseitigkeitsreiter sagte aber auch: „Das kann leider immer passieren. Dabei war es ein eher einfacher Sprung.“

Er und die anderen einheimischen Reiter hatten sich mit ihren Toppferden mehrheitlich für die kleinere Prüfung mit kurzer Geländestrecke entschieden. Bei der Saisonplanung hatten sie nach Angaben von Bundestrainer Hans Melzer in diesem Jahr mehr auf das Turnier in Badminton gesetzt, dem großen Klassiker der Vielseitigkeit. „Sie müssen auch mal andere Turniere reiten“, erklärte Melzer. In der leichteren Prüfung von Luhmühlen feierte Michael Jung nach seiner Aufholjagd einen Sieg. Der Olympiasieger schob sich beim abschließenden Springen mit Halunke auf Platz eins. Der 30 Jahre alte Reiter aus Horb und sein neunjähriger Wallach siegten mit 40,20 Strafpunkten vor Dirk Schrade aus Sprockhövel mit Hop and Skip (44,00) und Ingrid Klimke aus Münster mit Escada (47,00).

„Ich kann wirklich nicht meckern, wenn es mit einem jungen Pferd so gut läuft“, sagte Jung. Der nach dem Gelände führende Andreas Ostholt aus Warendorf vergab durch zwei Abwürfe mit seinem Pferd So is et den Sieg. Jung hatte auf einen Start in der schwereren Prüfung mit der 6,4 Kilometer langen Geländestrecke verzichtet und sich auf zwei jüngere Pferde konzentriert. „Irgendwann muss man ja auch mit den anderen Pferden anfangen“, erklärte der Olympiasieger, Welt- und Europameister. Seine Paradepferde Sam und Leopin will der Reiter aus Horb bei anderen Prüfungen einsetzen und Halunke mit Blick auf die Europameisterschaft im Malmö vorbereiten.

„Ich glaube nicht, dass er so viel schlechter ist“, sagte Jung über den erst neun Jahre alten Wallach. Auch andere deutsche Reiter hatten bei dem Heimspiel ihre potenziellen EM-Pferde nicht in der Prüfung mit der langen Geländestrecke im Einsatz oder verzichteten wie Team-Olympiasiegerin Sandra Auffarth aus Ganderkesee komplett. „Wir wissen, was wir von den erfahrenen Paaren zu erwarten haben“, kommentierte der Bundestrainer.

dpa

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