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Sport-Welt Ricciardo siegt in Spa
Sport Sport-Welt Ricciardo siegt in Spa
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15:41 24.08.2014
Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo feiert den ersten Platz mit seiner Boxencrew. Quelle: AFP/Tom Gandolfini
Spa-Francorchamps

Der "Krieg der Sterne" ist in Spa endgültig eskaliert: WM-Spitzenreiter Nico Rosberg schlitzte bei einem unnötigen Überholmanöver Lewis Hamilton den Hinterreifen auf und zerstörte damit das Rennen seines größten Konkurrenten um den Titel. Den Crash der beiden Mercedes-Piloten nutzte Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo zu seinem dritten Saisonsieg und triumphierte beim Großen Preis von Belgien vor Rosberg und dem Finnen Valtteri Bottas im Williams.

Hamilton fuhr nach einer frustrierenden und wenig erfolgreichen Aufholjagd seinen Silberpfeil fünf Runden vor Schluss freiwillig in die Box und liegt im Gesamtklassement mit 191 Punkten jetzt 29 Zähler hinter Rosberg (220). Weltmeister Sebastian Vettel, von Startplatz drei aus ins Rennen gegangen war, sicherte sich nach großem Kampf in der Schlussphase Rang fünf. Keine Punkte gab es dagegen für Force-India-Pilot Nico Hülkenberg und Adrian Sutil im Sauber auf den Rängen elf und 14.

"Bleibt das Wetter gleich, fahren beide die gleiche Strategie. Es wird jetzt nichts mehr gesagt", hatte Mercedes-Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda vor dem Rennen bei Sky jegliche Stallorder ausgeschlossen - mit dem Ergebnis, dass es zum ersten Mal zwischen den beiden Teamkollegen krachte. Keine 24 Stunden zuvor hatte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ausführlich erläutert, wie die Silberpfeile genau so eine Situation unter allen Umständen verhindern wollten.

Helmut Marko, Motorsportberater von Red Bull, hatte dagegen orakelt, wie es möglich wäre, Mercedes zu schlagen: "Die müssen sich gegenseitig wie wild bekämpfen und nach Möglichkeit ins Auto fahren."

Rosberg erwischte einen denkbar schlechten Start und musste nicht nur Hamilton, sondern auch Vettel passieren lassen. Der Weltmeister startete sogleich einen Angriff auf den Engländer, verbremste sich aber und rutschte auf Rang drei zurück.

Wenig später war das Rennen für Debütant André Lotterer frühzeitig beendet. Der Duisburger musste seinen Caterham abstellen. "Leider ist irgendwie der Motor ausgegangen, ich bin nicht mal ins Schwitzen gekommen", sagte Lotterer bei Sky: "Beim Start habe ich alles richtig gemacht und sogar ein paar Plätze gutgemacht, da habe ich mich schon auf das Rennen gefreut und war dabei, meinen Rhythmus zu finden."

An der Spitze spielte sich ein ganz anderes Drama ab. Bei einem halbherzigen Überholversuch von Rosberg schlitzte sich der auf der Ideallinie fahrende Hamilton seinen Hinterreifen an Rosbergs Frontflügel auf, der ebenfalls beschädigt wurde. "Nico hat mich getroffen", schimpfte Hamilton über Funk und schlich auf drei intakten Reifen Richtung Box.

Rosberg verteidigte seine Führung bis zum ersten Boxenstopp, der aber wegen des Wechsels des Frontflügels entsprechend länger dauerte als bei der Konkurrenz und ihn hinter die Red Bulls zurückfallen ließ. Nach einem Fehler von Vettel setzte sich Ricciardo an die Spitze und baute seine Führung zur Mitte des Rennens kontinuierlich aus.

Bei Rosberg setzte sich die Pannenserie derweil munter fort. Erst verhedderte sich ein Seil in seiner Antenne und behinderte die Sicht des 29-Jährigen, dann verbremste er sich bei einem Überholmanöver gegen Vettel und musste frühzeitig zum zweiten Reifenwechsel.

Bei seiner wilden Aufholjagd zog Rosberg zunächst neben der Strecke an Ex-Weltmeister Jenson Button vorbei, ließ sich anschließend wieder hinter diesen zurückfallen und überholte dann erneut - diesmal regelkonform. Ironischer Kommentar über Funk: "Fragt Charlie (Whiting, Renndirektor, d. Red.), ob dieses Manöver jetzt okay war..."

Weitere Probleme gab es anschließend aber keine mehr bei Rosbergs Jagd auf Ricciardo, nach seinem dritten Boxenstopp holte der Wiesbadener mit großen Schritten auf - letztlich reichte es nicht ganz. Hamilton dagegen bat über Funk, den Wagen abstellen zu dürfen, um den Motor zu schonen. Wenig später erfüllte ihm der Kommandostand diesen Wunsch.

sid

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