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Sport-Welt Nadal steht vor historischem Triumph
Sport Sport-Welt Nadal steht vor historischem Triumph
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18:39 07.06.2013
 Rafael Nadal könnte in Paris etwas Einmaliges schaffen: Ein Grand-Slam-Tournier achtmal gewinnen. Quelle: dpa
Paris

Titelverteidiger Rafael Nadal hat in Paris ein großartiges Duell der Tennis-Giganten gegen Novak Djokovic gewonnen und greift nach seinem achten French-Open-Titel. Damit strebt der spanische Sandplatzkönig nach dem 6:4, 3:6, 6:1, 6:7 (3:7), 9:7 über den Weltranglisten-Ersten einen Rekord an: Noch nie konnte ein Spieler so oft beim selben Grand-Slam-Turnier triumphieren. „Es ist etwas ganz Besonderes für mich, hier auf diesem Platz zu spielen, besonders nach meiner langen Verletzungspause. Novak wird in einem anderen Jahr hier gewinnen, er ist ein großer Champion“, sagte der Weltranglisten-Vierte direkt nach seinem ersten Jubel.

Im Finale trifft Nadal an diesem Sonntag entweder auf den französischen Lokalmatador Jo-Wilfried Tsonga oder seinen spanischen Landsmann David Ferrer. Der 27-Jährige kann dabei zum insgesamt zwölften Mal eines der vier wichtigsten Turniere gewinnen. Djokovic konnte sich dagegen nicht für die letztjährige Niederlage im Endspiel revanchieren. Damit fehlen ihm die French Open auch weiterhin als einziges Turnier in seiner Grand-Slam-Titelsammlung.

Vier Jahre nach seiner bislang einzigen Pariser Niederlage gegen den Schweden Robin Söderling sah es für Nadal beim 2:4 im fünften Satz nicht gut aus. Doch als Djokovic bei einem verwandelten Schmetterball das Netz berührte, bescherte er seinem Dauerrivalen einen Breakball - wenig später war beim 4:4 alles wieder offen, immer noch gelangen beiden fantastische Schläge. Nadal hatte nach 4:37 Stunden das bessere Ende für sich, als Djokovic beim ersten Matchball eine Vorhand zu lang geriet.

Am Schluss von Satz vier hatte schon alles auf einen erneuten Final-Einzug des Mallorquiners hingedeutet, der beim 6:5 und 30:15 mit eigenem Aufschlag nur zwei Punkte vom Sieg entfernt war. „Ich wusste, das wird ein schwieriges Spiel, denn Novak ist ein Fighter“, erklärte Nadal. Die Nummer eins kniete sich noch einmal voll hinein, schaffte zum zweiten Mal ein Rebreak und dominierte den Tiebreak. Nadal zeigte Wirkung und verlor im entscheidenden Satz sofort sein Service, bewies aber seinerseits enormen Kampfgeist.

Bei frühsommerlichem Wetter mit einer lebhaften Brise entwickelte sich sofort eine zähe Auseinandersetzung mit langen Ballwechseln. Djokovic musste in der Mittagswärme früh eine Schrecksekunde überstehen: Nachdem Nadal ihn weit in eine Ecke gejagt hatte, griff sich der 26-Jährige hinten an den linken Oberschenkel.

Mehr Sorgen bereitete ihm danach allerdings seine hohe Fehlerquote. Zu Beginn des zweiten Satzes machte Djokovic seinem Frust mit einem lauten Schrei auf dem Court Philippe Chatrier Luft. Als Nadal einen zu langen Stoppversuch zum Break und einer 3:2-Führung nutzte, sah es nach den Erfolgen über Philipp Kohlschreiber und Tommy Haas nicht gut für den gebürtigen Belgrader aus. Aus dem Nichts steigerte er sich aber danach und schaffte vor 15 000 Fans vier Spielgewinne zum Ausgleich. Den folgenden Durchhänger von Djokovic nutzte der an der Grundlinie schuftende Nadal zur erneuten Führung. Nach dem Break zum 4:3 im vierten Satz schien alles klar - doch da begann die Show erst richtig. Am Ende schaffte es Nadal noch in sein 17. Grand-Slam-Endspiel.

dpa/sag

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