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Sport-Welt Nachwuchsschwimmer trainieren hart für den Erfolg
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22:59 03.06.2013
Volle Schwimmhalle: Bei den norddeutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende im Stadionbad herrschte großer Andrang. Quelle: Emine Akbaba
Hannover

Schwimm-Talent Patricia-Lucia Wartenberg scheint von dem ganzen Treiben unbeeindruckt. Teilnahmslos zieht sich die 17-Jährige nach dem Vorlauf für das Finale über 200 Meter Freistil aus dem Becken, streift ihre Schwimmbrille ab und schaut auf die Anzeigetafel. Platz 1. Wartenberg hat sich souverän für den Endlauf qualifiziert. „Die Zeit hätte besser sein können“, sagt sie ein wenig enttäuscht.

Wer einmal zu den Top-Schwimmern in Deutschland gehören möchte, gibt sich mit guten Leistungen nicht zufrieden. Zu viel Zeit verbringt Wartenberg, die in die 11. Klasse der Humboldt-Sportschule in Ricklingen geht und für die Wassersportfreunde 1898 (W98) startet, im Wasser, um am Ende nur mittelmäßig zu sein. Neun bis elf Trainingseinheiten in der Woche sind die Regel. Dazu kommen die vielen Wettkämpfe an den Wochenenden. Zeit für die Familie, Freunde und Spaziergänge mit Hund Lissy bleibt da nicht viel.

Auch W98-Vereinskollege Markus Gierke kennt den manchmal ermüdenden Alltag eines Leistungsschwimmers. „Gerade die Wettkämpfe sind anstrengend“, sagt der Spezialist auf der 200-Meter-Lagen-Distanz. „Um sechs stehe ich auf, frühstücke etwas Leichtes, danach geht es ins Becken einschwimmen“, schildert der 21-Jährige den schon automatisierten Ablauf. Bei Titelrennen an Sonnabenden und Sonntagen verbringt er leicht 18 bis 20 Stunden in der Schwimmhalle. Die meiste Zeit des Tages heißt es dann warten.

Bei mehr als 1000 Teilnehmern können schnell drei, vier Stunden zwischen den Starts zusammenkommen. Zudem sind bei solchen Menschenmassen die Kapazitätsgrenzen der Bäder schnell erreicht, und jeder Quadratmeter um die Becken wird von den Schwimmern belagert. Der Rückzugsraum eines Sportlers hat dann häufig nur die Ausmaße eines Handtuchs. Da falle es nicht immer leicht, die Spannung zwischen den Rennen aufrechtzuerhalten, sagt Gierke. „Eine Stunde vor dem Start versuche ich mich körperlich locker zu machen und mental zu konzentrieren.“ Zudem greift er zu Kopfhörern. Mit der richtigen Musik könne man sich „pushen“, sagt er.

Wartenberg, die 2012 sensationell Bronze bei den Junioren-Freiwasser-Weltmeisterschaften in Kanada holte, bestätigt die Widrigkeiten. „Man muss lernen, sich auf den Punkt zu konzentrieren. Ich versuche, mich an erfolgreiche Momente zu erinnern“, erklärt die Schwimmerin ihre Strategie. Was aber auch nicht immer funktioniere, wie Wartenberg einschränkt. „Wenn der Erwartungsdruck zu groß wird, dann wird es schwierig.“ Doch spätestens auf dem Startblock verfliege die Anspannung, und „im Wasser vergisst man alles um sich herum, die Last ist weg“.

Es zeichnet wohl einen Spitzensportler aus, dass er ausgerechnet im Mittelpunkt des Geschehens am meisten zu sich selbst findet. So verwundert es nicht, dass Wartenberg und Gierke ihre Finalläufe bei den norddeutschen Meisterschaften für sich entscheiden. Am Ende holen die beiden W98-Schwimmer jeweils drei Goldmedaillen. Trotz der Anstrengungen und Entbehrungen lieben beide ihren Sport. „Man opfert viel für den Sport, aber der Erfolg zeigt einem, dass es sich lohnt“, sagt Wartenberg und reckt lachend ihre Medaillen in die Luft.

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