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Sport-Welt London: Usain Bolt – ein Superstar sagt adé
Sport Sport-Welt London: Usain Bolt – ein Superstar sagt adé
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12:51 14.08.2017
Usain Bolt auf seiner letzten Ehrenrunde. Quelle: Imago
London

Acht Olympiasiege, elf Mal WM-Gold, drei Weltrekorde: Es ist eine einzigartige Karriere, auf die Sprint-Legende Usain Bolt zurückblickt. Fast eine Dekade lang hat er nach Medaillen und Rekorden gejagt und dabei die Kurzstrecke dominiert wie kaum ein anderer. Nun ist der 30 Jahre alte Jamaikaner, der auch in puncto Selbstinszenierung neue Maßstäbe gesetzt hat, in den sportlichen Ruhestand getreten – ohne Option auf ein Comeback. „Nein, ich komme nicht zurück“, sagte er am späten Sonntagabend auf einer Pressekonferenz im Londoner Olympiastadion. Dort war die Lichtgestalt auf seiner letzten Ehrenrunde von 55.500 Zuschauern frenetisch gefeiert worden.

„Größter Sprinter der Geschichte“

Bei seinem emotionalen Abschied wirkte Bolt sehr ernst und bedächtig, er winkte und klatschte immer wieder in das Publikum. Auch seine berühmte Pose des Blitzeschleuderers offenbarte er zum Schluss noch einmal. Der Stadionsprecher nannte ihn den „größten Sprinter der Geschichte“. Begleitet von dem Hit „Reggae Night“ erleuchtete noch ein Feuerwerk den Nachthimmel über der britischen Hauptstadt. Während auf der Anzeigetafel die Zeiten seiner beiden Fabelweltrekorde strahlten: 9,58 und 19,19 Sekunden.

Usain Bolt nimmt Abschied und erhält als Geschenk ein Stück der Tartanbahn, auf der er von Startblock 7 aus 2012 olympisches Gold holte. Quelle: imago/East News

Zwei Auftritte sollten es für den stets gut gelaunten und lebenslustigen Entertainer in London werden. Beim ersten, dem 100-Meter-Finale, reichte es allerdings nur für Bronze. Beim zweiten, der 4-mal-100-Meter-Staffel, war er als Schlussläufer des jamaikanischen Quartetts nach einem Krampf im linken Oberschenkel ins Straucheln geraten und musste aufgeben. Seine Teamkollegen spendeten ihm Trost. Er selbst sagte: „Ich glaube nicht, dass eine Weltmeisterschaft ändern wird, was ich getan habe. Muhammad Ali hat seinen letzten Kampf auch verloren.“

Party machen und relaxen

Nun will der 1,95 Meter große Superstar, der in seinem Heimatland längst ein Volksheld ist, erst einmal Party machen und sich „ein paar Drinks“ gönnen: „Mein ganzes Leben war Leichtathletik, seit ich zehn bin. Ich brauche jetzt Spaß und muss ein bisschen relaxen.“ Irgendwann wolle er heiraten – und dann am liebsten drei Kinder haben. Zum Laufen wolle er sie aber nicht zwingen, verriet der Jamaikaner, der auch zugab, traurig darüber zu sein, dass er nun gehe.

55.500 Zuschauer feierten Usain Bolt im Londoner Olympiastadion. Quelle: Imago

Usain Bolt ist der einzige Sprinter, der bei Olympischen Spielen ein Double aus Siegen auf der 100- und 200-Meter-Strecke verteidigte – und das sogar zweimal. So gewann er 2008 in Peking, 2012 in London und 2016 in Rio de Janeiro Gold sowohl im 100-Meter- als auch im 200-Meter-Lauf, holte bei den letzten beiden Turnieren zudem den Titel mit der 4-mal-100-Meter-Staffel. Bei Weltmeisterschaften stehen 14 Medaillen zu Buche, davon elf goldene. Sein Vermögen, das er infolge seines kometenhaften Aufstiegs durch Preisgelder und Sponsorenverträge angehäuft hat, wird auf 70 bis 80 Millionen Dollar geschätzt.

In illustrer Gesellschaft

Mit seinem Karriereende steht Bolt nicht alleine da. Auch andere Ikonen des Sports haben vor kurzem ihrer aktiven Laufbahn den Rücken gekehrt. Anfang August verkündete etwa der ehemalige Schwergewichtsweltmeister im Boxen Wladimir Klitschko seinen Rücktritt, nachdem er Ende April seinen letzten Profikampf gegen den Briten Anthony Joshua durch Technischen K.o. in der elften Runde verloren hatte. Im Mai absolvierte zudem Philipp Lahm sein letztes Fußballspiel als Profi. Eine Weiterbeschäftigung als Sportdirektor beim FC Bayern München lehnte der Weltmeister von 2014 ab.

Von RND/dpa/mkl

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