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Sport-Welt Leichtathletik-Stars starten mit Blick auf die Europameisterschaft
Sport Sport-Welt Leichtathletik-Stars starten mit Blick auf die Europameisterschaft
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14:00 15.07.2010
Gehört zu den Stars: Hochspringerin Ariane Friedrich. Quelle: dpa

Über Braunschweig nach Barcelona: Einige Leichtathletik-Stars wie Robert Harting oder Ariane Friedrich wollen sich bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag und Sonntag noch einmal Selbstvertrauen für die EM holen. Für andere wie Sebastian Bayer oder Raul Spank sind sie die letzte Chance, sich überhaupt noch für den Saison-Höhepunkt eine Woche später zu qualifizieren. „Die Form von Braunschweig kann quasi nach Barcelona mitgenommen werden“, sagte der für den Laufbereich zuständige Chef-Bundestrainer Rüdiger Harksen. Dass beide Titelkämpfe so dicht aufeinanderfolgen, ist neu.

Dieser ungewöhnliche Zeitplan trifft den Deutschen Leichtathletik- Verband (DLV) in einer ähnlich ungewöhnlichen Situation. Er kann sich über einige Athleten in herausragender Verfassung freuen wie Hürdensprinterin Carolin Nytra oder Diskuswerferin Nadine Müller. Beide führen die europäische Jahresbestenliste an und haben sich schon für Barcelona qualifiziert. „Mein Ziel ist eine Medaille bei der Europameisterschaft. Die Konkurrenz weiß jetzt, dass es mich gibt“, sagte Nytra nach ihren 12,57 Sekunden über 100 Meter Hürden.

Der DLV hat aber auch zahlreiche Sorgenkinder wie Nytras Freund Bayer oder den WM-Dritten Spank. Nach seiner Zeh-Operation bestreitet Weitspringer Bayer in Braunschweig erst seinen zweiten Wettkampf in diesem Jahr - und den ersten mit vollem Anlauf. Auch Hochspringer Spank hat es nach einer Operation am Fuß bislang erst über 2,21 Meter geschafft in der laufenden Saison, sieben Zentimeter weniger als die EM-Norm. Für sie und andere dienen die Deutschen Meisterschaften „in diesem Jahr als absolut entscheidender Wettkampf vor der EM“, sagte Herbert Czingon, Chef-Bundestrainer für die technischen Disziplinen.

Die großen Form-Unterschiede der Athleten sind seiner Meinung nach auch der Heim-WM vor einem Jahr geschuldet. Auf der einen Seite haben die Weltmeisterschaften 2007 und 2009 sowie die dazwischen liegenden Olympischen Spiele in Peking „die Athleten stark gefordert“, sagte Czingon. „Das war schon ein sehr, sehr starker Stress, der in diesem Jahr Tribut fordert.“ Andererseits habe die WM in Berlin auch neue Leute „nach oben gebracht“. Nytra ist dafür ein gutes Beispiel.

Die Sprinter sind in diesem Jahr besonders gut in Form. Neben Nytra haben auch die 100-Meter-Läuferinnen Verena Sailer und Anne Möllinger die EM-Norm schon die geforderten beiden Male geknackt, auch sie können sich in Braunschweig ganz auf den Gewinn der Meisterschaft konzentrieren. „Von mir aus können noch einige Titel folgen“, sagte Sailer nach vier DM-Siegen in Folge.

Bei den Männern geht es um den Titel und das Barcelona-Ticket: Mit Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow, Christian Blum und Stefan Schwab haben gleich fünf Sprinter die geforderten 10,30 Sekunden einmal unterboten. Wer das ein zweites Mal schafft und in Braunschweig gewinnt, ist bei der EM mit Sicherheit dabei.

Ähnlich spannend geht es traditionell beim Stabhochsprung zu. Bei den Frauen streiten sich im Eintracht-Stadion sechs Normerfüllerinnen um drei EM-Plätze, als Favoritinnen gelten Carolin Hingst und Silke Spiegelburg. Bei den Männern haben Malte Mohr und Fabian Schulze die benötigten 5,70 Meter schon zweimal übersprungen. Aber auch Raphael Holzdeppe oder Hendrik Gruber könnten die EM-Nominierung noch einmal spannend machen. Die findet bereits am Montag in Kienbaum statt. Denn zwischen DM- und EM-Championat bleibt ja diesmal nicht viel Zeit.

dpa

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