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Sport-Welt Lavillenie holt Gold im Stabhochsprung
Sport Sport-Welt Lavillenie holt Gold im Stabhochsprung
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23:01 31.07.2010
Renaud Lavillenie Quelle: dpa

Als erster Franzose in der 76-jährigen EM-Geschichte holte Top-Favorit Renaud Lavillenie die Goldmedaille.

„Mit der Höhe bin ich zufrieden. Nur mit der Platzierung ist es ein bisschen schade, weil es so knapp an der Medaille vorbeiging“, meinte Schulze. Holzdeppe beklagte Anlaufschwierigkeiten. „Ich habe beim Anlauf keine Kontrolle gehabt, nur den Sprung über 5,60 habe ich richtig getroffen“, sagte der Junioren-Weltrekordler.

Der nur 1,76 Meter große Lavillenie überquerte die Sieghöhe von 5,85 Meter gleich im ersten Versuch; danach scheiterte er dreimal knapp an 6,02. Der Franzose siegte vor dem Ukrainer Maxim Mazuryk (5,80). Bronze ging an den Polen Przemyslaw Czerwinski (5,75).

Lavillenie war der Gejagte im Finalfeld der zwölf besten Stabartisten - und er hielt dem Druck stand. „Der Himmel ist meine Grenze“, hatte der 23-Jährige einmal getönt. Bei der Hallen-WM Mitte März in Doha/Katar waren es dann nur 5,60 Meter - Lavillenie schied in der Qualifikation aus. Diesmal stieg er bei 5,60 Meter erst ein und setzte sich bei 5,80 an die Spitze.

Eigentlich wollte das DLV-Duo für den Teamkollegen Malte Mohr in die Bresche springen, der in der Qualifikation unglücklich ausgeschieden war. Doch daraus wurde im Olympiastadion von 1992 nichts. Schulze hätte schon an seine persönliche Bestleistung (5,81) herankommen müssen, um im Medaillenkampf zu bleiben. Doch der 26- Jährige aus München kam im wichtigsten Wettkampf des Jahres über 5,70 Meter nicht hinaus.

Für Holzdeppe, mit 20 Jahren und 306 Tagen der „Benjamin“ im Feld der zwölf Finalisten, war schon bei 5,60 Meter Endstation. Dabei hatte sich der Junioren-Weltmeister von 2008 so viel vorgenommen. Doch die Nerven spielten nicht mit: Bei der Anfangshöhe von 5,50 hätte sich der junge Mann vom LAZ Zweibrücken fast einen „Salto nullo“ geleistet. Die 5,60 meisterte er zwar auf Anhieb, 5,70 waren dann aber eine Nummer zu groß für Holzdeppe.

Medaillenkandidat Mohr, mit großen Ambitionen nach Barcelona gekommen, musste sich den Wettkampf des Jahres von der Tribüne aus ansehen. Eine tückische Böe hatte dem Stabhochsprung-Profi böse mitgespielt und all seine Medaillenträume in wenigen Sekunden zerstört. „Was soll ich jetzt machen, Trübsal blasen? Ist eh gelaufen. Scheiße. Ich hab’ mir das anders vorgestellt“, hatte der 24-Jährige am Donnerstag nach seinem Qualifikations-Aus gesagt.

dpa

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