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Sport-Welt Hannovers Tennisprofi für Rio
Sport Sport-Welt Hannovers Tennisprofi für Rio
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00:15 04.08.2016
Von Carsten Schmidt
Großer Auftritt: Im Juli erreichte Anna-Lena Grönefeld das Mixed-Finale von Wimbledon mit Robert Farah aus Kolumbien. Quelle: dpa

Wer auf allen fünf Kontinenten das Jahr über unterwegs ist, der weiß die Heimat zu schätzen. Tennisprofi Anna-Lena Grönefeld sagte daher im Frühjahr: „Ich bin Niedersächsin, ich spiele auch in der Bundesliga für einen niedersächsischen Verein.“ Diese Worte fielen bei der Vorstellung der Erstliga-Mannschaft des DTV Hannover.

Grönefeld schlug immer dann auf, wann es der dicht gedrängte Terminplan auf der WTA-Tour erlaubte. Sie war an den beiden Bundesligasiegen des DTV gegen Moers und in Stuttgart beteiligt. Im entscheidenden Spiel gegen Regensburg am 10. Juli fehlte die gebürtige Nordhornerin aber: Sie bestritt am selben Tag das Mixed-Finale beim Turnier in Wimbledon an der Seite des Kolumbianers Robert Farah und konnte ihrem Team im Kampf um den Klassenerhalt nicht helfen. Der DTV stieg ab, Grönefeld peilt nun mit den Hannoveranerinnen den Wiederaufstieg an.

Zur Person: Anna-Lena Grönefeld

Geburtsdatum: 4. Juni 1985 in Nordhorn.
Geschwister: Zwei Brüder. Bastian (33) war ebenfalls Tennisprofi.
Hobbys: Grönefeld macht in ihrer Freizeit gern Gymnastik und ist eine passionierte Klavierspielerin.
Musik: Die Hannoveranerin ist der DJ im deutschen Fed-Cup-Team. Ein Interpret darf in ihrer Auswahl nicht fehlen: Justin Timberlake.
Erfolge: Grand-Slam-Titel im Mixed in Wimbledon 2009 mit Mark Knowles (Bahamas) und 2014 in Paris mit Jean-Julien Rojer (Niederlande). Siegerin im Juniorinnen-Einzel 2003 in Paris. Aktuell wird Grönefeld auf Rang 19 der Doppel-Weltrangliste geführt.

Der Plan nach Rio: Grönefeld bleibt auf dem amerikanischen Kontinent. Schon eine Woche nach den Spielen in Brasilien beginnen die US Open.

Auch in Wimbledon gab es kein Happy End für die DTV-Spielerin. Aber zwei Tage später war die Freude groß, als der Deutsche Olympische Sportbund Grönefeld ins 423-köpfige Aufgebot für Rio berief. „Olympische Spiele sind etwas ganz Besonderes“, sagte sie. „Sie finden nur alle vier Jahre statt, und dann schaut die ganze Welt auf diese Veranstaltung.“

Es ist die zweite Olympia-Teilnahme nach London 2012 für die Hannoveranerin. Damals erreichte sie mit Julia Görges die 2. Runde im Doppel der Frauen, in Rio wird sie mit Laura Siegemund spielen, der Aufsteigerin im deutschen Lager. Die 28-Jährige, die aus Filderstadt stammt, gewann in diesem Jahr ihren ersten WTA-Einzeltitel. Vielleicht erhält Grönefeld noch eine weitere Chance im Mixed. Im gemischten Doppel feierte sie schon zwei Siege bei Grand-Slam-Turnieren. „Es macht mehr Spaß als ein Einzel, weil man immer im Team auftritt“, sagte sie.

Die Hannoveranerin ist als Doppel-Spezialistin auch eine feste Größe im deutschen Fed-Cup-Team. Sie gilt als die „gute Seele“, ohnehin liegt Grönefeld jedes Mannschafts-Erlebnis sehr am Herzen – in den Doppeln, in der Bundesliga, im Fed Cup. Daher übernahm sie auch gern die Patenschaft für das Tennis-Bundesfinale bei „Jugend trainiert für Olympia“. Dort messen sich Schulmannschaften.

Roter Koffer, die passenden Schuhe, rote Trainingsjacke und noch einiges mehr: Das richtige Outfit für die Olympischen Spiele haben sich am Mittwoch auch die deutschen Handballer endlich abgeholt. Aufgrund der späten Nominierung des Kaders hatte das DHB-Team länger warten müssen als andere Athleten.

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