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Sport-Welt Beim Aufstieg hilft der Konkurrent
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10:03 19.08.2014
Von Norbert Fettback
Getrennte Wege: Das Wasserballteam des Hannoverschen SV feiert künftig getrennt, weil einige Spielerinnen zum Lokalrivalen Waspo 98 wechseln.Foto: Petrow Quelle: Florian Petrow
Hannover

Aus eins mach zwei. Eigentlich ist das eine gute Nachricht, gerade für den Frauen-Wasserball als prädestinierte Randsportart. In der Bundesliga, der höchsten deutschen Spielklasse, wird in der neuen Saison ein Duo aus Hannover antreten. Und damit gibt es wie bei den Männern Derbys, die Zuschauer anlocken werden. HSV gegen Waspo 98, deutscher Vizemeister gegen einen bisherigen Bezirksligisten. Solche Sachen können wohl nur in dieser Sportart geschehen.

So richtig will aber keine Vorfreude aufkommen, abgesehen einmal vom Bundesliganeuling, der selbst ein wenig überrascht ist von der rasanten Entwicklung. „Eigentlich wollten wir erst nächstes Jahr nach oben“, sagt Trainer Ralf Schuff, der mit seinem überwiegend aus C-Jugendlichen bestehenden Team, das in der Frauen-Bezirksliga meist hohe Niederlagen einsteckte, früher als geplant durchstarten kann. Möglich gemacht hat das ausgerechnet der Lokalrivale HSV: Ein halbes Dutzend Spielerinnen hat sich nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte verabschiedet und sich Waspo 98 angeschlossen.

Das wiederum hat den Vizemeister und Pokalfinalisten gehörig in die Bredouille gebracht. Holger Teichel, der HSV-Vereinsvorsitzende, spricht von „einer bisschen schwierigen Situation“, was nur zu gut nachzuvollziehen ist. Zu nationalen Meriten kam die Mannschaft von Trainerin Anja Skibba mit einem ausgesprochenen Mini-Kader. Acht Spielerinnen mussten in der Regel ausreichen. „Das war eine intensive und eine harte Zeit“, sagt Svenja Papst.

Die 28-Jährige gehört zu denjenigen, die dem HSV den Rücken gekehrt haben. „Wir waren einfach zu wenige“, sagt sie. Im Unterschied zu Carmen Gelse und Mandy Zöllner, beide sind Nationalspielerinnen, sowie Alena Paland oder Birte Thiele habe sie bei Waspo 98 aber noch nicht unterschrieben. „Ich überlege noch, ob ich diesen Aufwand weiterhin treiben will“, sagt Papst. Zeit hat sie bis Ende August. Die anderen lockt die Bundesliga, und das war anscheinend der springende Punkt, weshalb Waspo 98 ins Spiel kam und der HSV eine neue Mannschaft um die verbliebenen deutschen Auswahlspielerinnnen Gesa und Ira Deike sowie Michelle Reinhart formen muss.

„Wir haben keinen abgeworben“, sagt Waspo 98-Präsident Bernd Seidensticker. „Die sind alle zu uns gekommen, weil sie weiter leistungsorientiert Wasserball spielen wollen.“ Das korrespondiert mit der Vorgeschichte: Die angespannte Personalsituation beim HSV, dessen Jugendabteilung vor drei Jahren zum großen Nachbarn gewechselt war, hatte nach dem Saisonende zunächst zur Überlegung geführt, nicht mehr für die höchste Spielklasse zu melden. Papst bestätigt entsprechende Gespräche mit dem Vorstand. Die Trainerin, die bessere Rahmenbedingungen eingefordert hatte, war nicht dabei - sie hatte ihren Posten zuvor niedergelegt. Ein paar Wochen später folgte die Rolle rückwärts, nachdem der Verein bei Skibba angefragt hatte, ob sie weitermachen wolle. Da war der Großteil der Mannschaft schon über alle Berge. „Es wurde nicht miteinander geredet“, sagt Skibba, die sich nun einer „neuen Herausforderung“ stellen will.

Der HSV und Waspo 98 haben nach eigenen Angaben fristgerecht zum 1. August für die Bundesliga gemeldet. Der Vizemeister bekommt womöglich Zuwachs aus Neukölln - dieser Verein hat sich gerade aus der Liga zurückgezogen. Aus Personalmangel. Gesa Deike ist zuversichtlich: „Wir kriegen eine ordentliche Mannschaft zusammen“, sagt sie und erklärt „Ich würde niemals zu Waspo gehen.“

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