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Sport-Welt HSV Hannover-Burgdorf kann auf schnelle Vorentscheidung hoffen
Sport Sport-Welt HSV Hannover-Burgdorf kann auf schnelle Vorentscheidung hoffen
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14:13 18.04.2011
Von Uwe Kranz

Rechenspiele gehören zur Handball-Bundesliga wie das Abwehr-Gegenstoß-Spiel – jeder versucht sich daran und hofft, dass sein Konzept am Ende aufgeht. Wenn es um die Platzierung in der Abschlusstabelle am 6. Juni geht, wird ebenfalls fleißig gerechnet. Schon vor Saisonbeginn markieren Trainer und Spieler die Partien im Kalender, die gewonnen werden müssen und bei denen Überraschungen möglich sind. Die Prognose für das Auswärtsspiel bei Frisch Auf Göppingen am Sonnabend (20.15 Uhr) stand für die TSV Hannover-Burgdorf deshalb schon längst fest, bevor Christopher Nordmeyer im Februar das Traineramt übernommen hat. Doch auch der aktuelle Coach macht in der Vorausschau keine Ausnahme: „Von einem Sieg in Göppingen wage ich nicht zu träumen“, sagt er vor der Aufgabe beim Europapokal-Halbfinalisten.

Seit dem 26:25-Erfolg gegen HBW Balingen-Weilstetten am vergangenen Sonntag ist die TSV in Sachen Rechenspiele weiter im Soll. Mit zwei Punkten Vorsprung vor den Konkurrenten HSG Ahlen-Hamm und TSG Friesenheim, die den zweiten Abstiegsplatz beziehungsweise den Rang belegen, der die Abstiegsrelegation bedeuten würde, ist das Mindestziel der vergangenen Wochen erreicht. Mit zwei weiteren Heimsiegen gegen das Team aus Ahlen und Schlusslicht DHC Rheinland, das nach einer Insolvenz bereits als Absteiger feststeht, sollte der Klassenerhalt zu schaffen sein, heißt es in Fachkreisen.

Ein Blick auf das Restprogramm der drei Konkurrenten legt jedoch den Schluss nahe, dass die Entscheidung zugunsten der TSV schon viel früher fallen könnte. „Man könnte meinen, dass ein Sieg gegen Ahlen schon reicht“, sagt Nordmeyer. Dieser würde den Vorsprung auf vier Zähler anwachsen lassen – für die Abstiegszone der Bundesliga ein dickes Polster. Dazu kommt, dass die Ludwigshafener ein wahrlich schweres Restprogramm mit fast ausschließlich Gegnern aus der oberen Tabellenhälfte zu bewältigen haben. Nach der Liga-Arithmetik erscheint das Ergebnis leicht ausrechenbar: „Für mich ist Friesenheim schon durch. Die Mannschaft hat zuletzt drei Chancen ausgelassen, die in den Rechenspielen als Muss-Siege eingeplanten Punkte zu holen“, sagte Nordmeyer. Dies gegen Gegner wie die Rhein-Neckar Löwen oder die Füchse Berlin auszugleichen, hat wenig Erfolgsaussichten.

Die Unbekannte in dieser Kalkulation ist der DHC Rheinland. Sollten die insolventen Dormagener vor Saisonende aus dem Spielbetrieb ausscheiden, werden die Karten im Abstiegskampf neu gemischt, da die TSG Friesenheim als einziges der drei Kellerteams nicht gegen Dormagen gewonnen hat und sich bei einem Rückzug des DHC verbessern würde.

Nordmeyer schaut indessen lieber nach oben. „Unser Ziel ist Platz 14“, sagt er. Schließlich habe sein Team neben den beiden besagten Heimspielen noch mindestens drei weitere Partien, „aus denen wir nicht als Verlierer hervorgehen müssen“. In Göppingen ist das Ziel bescheidener. „Wir wollen uns noch in vielen Dingen verbessern. Wenn uns das in Göppingen gelingt, können wir vielleicht mithalten. Und eventuell hilft uns das dann auch gegen Ahlen“, sagt Nordmeyer.

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