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Sport-Welt Fernando Alonso siegt in Hockenheim – auf Befehl?
Sport Sport-Welt Fernando Alonso siegt in Hockenheim – auf Befehl?
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22:50 25.07.2010
Die Schlüsselszene am Start: Sebastian Vettel (Mitte) drängt Fernando Alonso in Richtung Bande, kann aber nicht verhindern, dass auf der anderen Seite Felipe Massa überholt. Quelle: dpa

Alonso überholte in der Schlussphase des Rennens seinen von Beginn an führenden brasilianischen Teamkollegen, ohne dass dieser viel Widerstand entgegensetzte. Mit dem 3. Platz hinter dem Duo in den roten Rennwagen musste sich Lokalmatador Sebastian Vettel begnügen. Der Heppenheimer hatte als Schnellster im Qualifikationstraining am Sonnabend zwar Hoffnungen auf einen Heimerfolg genährt. Aber schon am Start verlor er den entscheidenden Boden auf Massa und Alonso.

„Wir konnten da nicht mithalten“, bekannte der Red-Bull-Fahrer, während sein Teamchef Christian Horner sich mächtig über die Italiener aufregte. „Das ist schon eine Schande. Sie haben dem einen den Sieg weggenommen und dem anderen gegeben“, schimpfte der Brite und forderte ein Eingreifen des Weltverbands. Seit 2002 ist laut Regelwerk des Internationalen Automobilverbands FIA eine Teamorder verboten. Deshalb bestellten die Rennkommissare kurz darauf die Ferrari-Teamleitung zum Rapport und verhängten tatsächlich Sanktionen gegen die „Scuderia“. Der Rennstall muss eine Strafe von umgerechnet rund 77.500 Euro wegen des Regelverstoßes zahlen. Zudem wird sich der Motorsport-Weltrat bei seiner nächsten Sitzung mit dem Fall befassen.

Und da stützt der Rennverlauf nicht unbedingt die Aussage von Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, der beteuerte, es habe keine Teamorder gegeben. Die beiden Fahrer wichen entsprechenden Nachfragen aus, wobei nicht zu übersehen war, dass vor allem Massa ausgesprochen schlecht gelaunt war. „Ich habe dazu nichts zu sagen. Wir arbeiten fürs Team. Das ist das Wichtigste“, resümierte der Brasilianer. „Das ist sehr schwierig zu beurteilen. Es ist ein tolles Ergebnis fürs Team“, sagte dagegen Alonso. Unterstützung erhielt er von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher: „Was ist Stallorder, Entschuldigung? Dieser ganze Mumpitz“, sagte der 41-Jährige. „Ich seh das ziemlich anders. Es kann nur einer Weltmeister werden.“ Schumacher selbst hatte zu seiner Ferrari-Zeit mehrfach von derartiger Unterstützung profitiert.

Massa hatte 48 der 67 Runden das Rennen angeführt und den ungestümen Alonso hinter sich gehalten. Einen harten Angriff seines Teamkollegen in Runde 21 parierte der Südamerikaner. Der um seine Titelchance kämpfende Alonso schimpfte daraufhin via Boxenfunk in Richtung Kommandostand: „Das ist lächerlich.“ 28 Umläufe später bekam aber der Spanier seinen Willen. Die Ferrari-Teamleitung erklärte Massa: „Fernando ist schneller. Kannst Du diese Nachricht bestätigen?“ Kurz darauf wurde der 29-Jährige für einen Moment verdächtig langsam, Alonso zog mühelos vorbei und strebte seinem zweiten Saisonerfolg entgegen. „Tut mir leid, Junge“, soll Renningenieur Rob Smedley dann an den Brasilianer gefunkt haben.

Der Doppelsieg Ferraris indes wäre auch ohne die etwaige Stallorder zustande gekommen. Vettel brachte der schwache Start entscheidend ins Hintertreffen, er vermutete ein technisches Problem als Ursache. Zudem konnte der 23-Jährige kaum Boden in der Fahrerwertung auf das britische Duo Lewis Hamilton und Jenson Button von McLaren-Mercedes gutmachen. Beide landeten unmittelbar hinter dem Deutschen auf den Rängen 4 und 5.

dpa

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