Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Sport-Welt EM-Titel für deutsche Beachvolleyballerinnen
Sport Sport-Welt EM-Titel für deutsche Beachvolleyballerinnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:47 01.08.2015
Laute Freude: Laura Ludwig und Kira Wilkenhorst (links) feiern ihre Medaillen. Quelle: dpa
Klagenfurt

Sofort nach dem entscheidenden Punkt tanzte Laura Ludwig mit geschlossenen Augen auf dem Klagenfurter Sand, Kira Walkenhorst verbeugte sich vor dem feiernden Publikum. "Hier wollte ich schon immer mal gewinnen. Und dann ist es auch noch die EM", kommentierte die beste deutsche Beachvolleyballerin ihren Triumph mit Partnerin Walkenhorst. Das deutsche Nationalduo aus Hamburg spielte am österreichischen Wörthersee ein perfektes Turnier. "Ich kann es gar nicht fassen, dass wir in zwei Wochen zweimal Gold geholt haben", sagte Walkenhorst.

Nur sechs Tage nach ihrem zweiten Grand-Slam-Sieg auf der Welttour ließen Ludwig/Walkenhorst, die seit 2013 zusammen baggern und pritschen, im EM-Finale den Russinen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Birlowa beim 2:0 (21:18, 21:18) keine Chance. Nach zweimal Bronze in den Vorjahren ist es der erste gemeinsame EM-Titel.

Abwehrspielerin Ludwig stellte mit ihrem insgesamt dritten EM-Gewinn den Rekord der Italienerinnen Laura Bruschini und Annemaria Solazzi sowie der Griechin Vassiliki Karadassiou ein, die ebenfalls dreimal gewonnen hatten. Die gebürtige Essenerin Walkenhorst holte ihren ersten internationalen Titel bei den Profis. Für Deutschland ist es insgesamt der elfte Beach-EM-Sieg.

Die 29 Jahre alte Abwehrspezialistin Ludwig und die fünf Jahre jüngere Blockerin steigerten sich im EM-Turnier von Partie zu Partie und machten die 30. EM-Medaille für Deutschland bei einer Beachvolleyball-EM perfekt. Im Halbfinale hatten die Hamburgerinnen die Slowakinnen Natalia Dubovcova und Dominika Nestarcova ebenfalls mit 2:0 (21:18, 21:18) bezwungen.

Für Ludwig ist es in ihrer erfolgreichen Karriere bereits die achte EM-Medaille. "Wir haben wieder mehr Konstanz in unserem Spiel", sagte die gebürtige Berlinerin. Ihre Partnerin Walkenhorst hatte im Vorjahr wegen einer Viruserkrankung für mehrere Monate pausieren müssen. "Es ist schön, dass mir das ganze Team so viel Vertrauen entgegengebracht und Laura auf mich gewartet hat", sagte Walkenhorst mit Blick auf ihre Leidenszeit. Sogar ein Abschied vom Leistungssport hatte gedroht.

Das große Ziel für die neuen Europameisterinnen ist jetzt Olympia im kommenden Sommer in Rio de Janeiro. Den internen Konkurrenzkampf um die nur zwei Brasilien-Tickets für die deutschen Damenteams können Ludwig/Walkenhorst von der Spitze gestalten. Das Überraschungsteam Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) landete bei der EM auf Rang fünf. Die WM-Vierten Katrin Holtwick, gehandicapt von einer Muskelblessur, und Ilka Semmler (Berlin) schieden im Achtelfinale aus. Karla Borger und Britta Büthe (Stuttgart) mussten verletzungsbedingt ganz aufgeben.

Die Medaillen-Entscheidung bei den Männern fällt am Sonntag ohne deutsche Beteiligung. Alle Teams verpassten den Einzug ins Viertelfinale. Das Nationalduo Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif (Essen) hielt die Partie gegen die an Nummer zwei gesetzten Letten Aleksandrs Samoilovs und Janis Smedins lange offen, verlor aber 1:2. Markus Böckermann und Lars Flüggen (Hamburg) unterlagen den Spaniern Herrera/Gavira ebenso 0:2 wie die Berliner Sebastian Fuchs und Thomas Kaczmarek den Polen Fijalek/Prudel.

dpa

Sport-Welt Freudentränen bei Freiwasserschwimmerin - Maurer überrascht sich mit WM-Bronze

Die Freiwasserschwimmer bleiben die Erfolgsgaranten des Deutschen Schwimm-Verbandes - auch ohne Thomas Lurz. Angela Maurer schraubte die WM-Medaillenausbeute auf vier hoch. Die 40-Jährige war beim Blick auf die Anzeigetafel und Rang drei aber selbst überrascht.

01.08.2015
Sport-Welt Keine Olympia-Teilnahme für Handballer - Die Stasi hat Wolfgang Böhme betrogen

Er zählte zu den Spitzensportlern des Landes und hätte damit schon in der Gunst der sportverrückten DDR-Regierung ganz oben stehen müssen. Doch dem war nicht so. Ein Dokumentarfilm zeichnet jetzt den Weg des Handballers Wolfgang Böhme nach, der von der Stasi um den Olympiasieg gebracht wurde.

Norbert Fettback 04.08.2015

Die dritte Partie von Nadal in Hamburg verlief genau nach seinem Geschmack. In zwei Sätzen setzte sich der Spanier gegen den Sandplatzspezialisten Cuevas aus Uruguay durch. Hinterher bestätigte er eine mögliche Rückkehr in den Davis Cup gegen Dänemark.

31.07.2015