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Sport-Welt EM-Aus für Esser - Kugelstoß-Trio im Finale
Sport Sport-Welt EM-Aus für Esser - Kugelstoß-Trio im Finale
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14:22 27.07.2010
Im Finale: Die deutsche Kugelstoßerin Nadine Kleinert. Quelle: dpa

Mit Licht und Schatten haben die 20. Europameisterschaften in Barcelona für die deutschen Leichtathleten begonnen: Überraschend verpasste Hammerwerfer Markus Esser am Dienstag das Finale. Dagegen nährten die drei Kugelstoßerinnen Nadine Kleinert (Magdeburg), Petra Lammert (Neubrandenburg) und Denise Hinrichs (Wattenscheid) die Hoffnungen auf die erste Medaille - das Trio zog geschlossen in den Endkampf am Abend ein. Den ersten EM- Titel holte der Russe Stanislaw Emeljanow über 20 Kilometer Gehen.

„Ich kann jetzt nichts sagen, ich weiß noch gar nicht, was passiert ist“, sagte ein am Boden zerstörter Esser. „Ich habe gerade drei Fernsehinterviews abgebrochen, weil ich fast geheult habe.“ Der 105-Kilo-Mann vom TSV Bayer 04 Leverkusen hatte in der Qualifikation einen rabenschwarzen Tag erwischt. Mit schwachen 71,89 Metern blieb der 30 Jahre alte deutsche Meister weit unter der geforderten Qualifikationsweite (77,50) und kam nicht über Platz 19 hinaus.
Mitte Mai hatte der Routinier und EM-Vierte von 2006 den Hammer schon 78,87 Meter weit geschleudert. „Ich habe diesmal nicht weit genug geworfen. Das ist die einzige Erklärung. So einfach ist das“, sagte Esser, der bei den großen Medaillenkämpfen immer leer ausging.

Das Kugelstoß-Trio um Teamkapitänin Nadine Kleinert ließ nichts anbrennen im Hitzekessel des Olympiastadions von 1992. Sowohl Medaillenkandidatin Nadine Kleinert (Magdeburg), Petra Lammert (Neubrandenburg) und Denise Hinrichs (Wattenscheid) schafften die geforderte Qualifikationsweite (17,50 Meter) im ersten Versuch. Die WM-Zweite Kleinert stieß die Kugel 18,98 Meter weit; auch Lammert (18,48) und Hinrichs (17,72) hatten keine Mühe mit der Norm.

„Mit minimalem Aufwand ins Finale. Ich war überrascht, wie locker das ging - schließlich war es für mich EM-Rekord“, sagte Kleinert. Nach drei sechsten Plätzen bei ihren bisherigen drei EM-Auftritten will die 34-Jährige unbedingt ihre erste Medaille gewinnen.

Souverän zog 400 Meter Hürdenläuferin Fabienne Kohlmann bei ihrem EM-Debüt in das Halbfinale ein. Mit der persönlichen Bestzeit von 55,69 Sekunden wurde die Läuferin der LG Karlstadt Zweite im Vorlauf. „Ich war überrascht, dass ich nicht so hibbelig war wie sonst“, sagte die deutsche Meisterin.

Medaillenhoffnung Nadine Müller hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona das Diskus-Finale der Frauen erreicht. Die 24 Jahre alte Weltjahresbeste vom Halleschen LAF übertraf am Dienstag bereits im ersten Versuch mit 60,54 Metern die geforderte Qualifikationsweite (60,00 Meter). Der Endkampf wird am Mittwochabend im Olympiastadion von 1992 ausgetragen.

Nadja Käther hat den Einzug in das Weitsprung- Finale bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona um zwei Zentimeter verpasst. Die 21-Jährige vom Hamburger SV kam am Dienstag in der Qualifikation auf 6,61 Meter, ihr zweitbestes Saisonergebnis reichte aber nur zum 14. Platz. Die besten zwölf Athletinnen kämpfen am Mittwochabend um die Medaillen. Käther hatte sich mit einer Weite von 6,66 Meter und Rang zwei bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig vor zwei Wochen für die Titelkämpfe qualifiziert.

Im 20-Kilometer-Gehen hat ein neues Wunderkind der russischen Leichtathletik gewonnen. Der erst 19 Jahre alte Stanislaw Emeljanow gewann in 1:20:10 Stunden und holte sich seinen ersten großen Titel. „Ich bin sehr happy“, sagte Emeljanow. Zweiter auf dem Stadtkurs wurde der favorisierte Alex Schwazer aus Italien (1:20:38) vor Joao Vieira (Portugal/1:20:49). Der einzige Deutsche Maik Berger (Berlin) belegte Platz 16 (1:25:01).

dpa

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