Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Sport-Welt Dreißigacker aus Hannover gewinnt „Strongman-Run“
Sport Sport-Welt Dreißigacker aus Hannover gewinnt „Strongman-Run“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:01 19.04.2011
Von Norbert Fettback
Ulrike Dreißigacker hat den „Strongman-Run“ gewonnen. Quelle: Florian Petrow (Archivbild)

Wer sich auf Außergewöhnliches einlässt, der tut gut daran, vorher auch mal Ungewohntes auszuprobieren. Ulrike Dreißigacker (26), Hannovers beste Langstreckenläuferin, war in den vergangenen Wochen ein paarmal dabei zu beobachten, wie sie sich auf einem Kinderspielplatz beim Hangeln versuchte. Aus dem Alter, in dem man so etwas tut, ist sie eigentlich längst heraus, und normalerweise gehört das auch nicht zu ihrem Trainingsprogramm, doch was ist schon normal, wenn man sich auf einen solch verrückten Wettkampf wie den „Strongman-Run“ einlässt? Dabei sind nicht nur schnelle Beine gefragt, sondern auch eine große Portion Mut und Selbstüberwindung: Bei diesem Rennen über 20 Kilometer, das sich an englischen Vorbildern orientiert, geht es nicht einfach nur über Stock und Stein, sondern auch über irre Hindernisse. Da bleiben Stürze nicht aus, wie auch Dreißigacker erfahren musste. Sie ließ sich bei ihrem Debüt aber von nichts und niemand aufhalten und war die schnellste Frau – und das mit fast sechseinhalb Minuten Vorsprung vor der Vorjahressiegerin Nina Schüler.

Die fünfte Auflage dieses Wettbewerbs ging erstmals auf dem Nürburgring über die Bühne – vor rund 20.000 Zuschauern und bei 8890 Startern sei es einer der härtesten und zugleich beeindruckendsten Wettbewerbe ihrer Karriere gewesen, sagt Dreißigacker. Auf den zwei Runden waren 28 Hindernisse zu überwinden, vor allem der „Schicksalsberg“ auf dem erhalten gebliebenen Stück der Südschleife machte ihr zu schaffen. Dabei waren auf einer steilen Bergaufpassage riesige Strohballen zu überwinden. „Die waren größer als ich“, sagt die 1,60 Meter große Hannoveranerin, die zur Mannschaft eines englischen Sportartikelherstellers gehörte und auf der 2. Runde bei dieser Herausforderung gern die Hilfe ihrer drei männlichen Teammitglieder in Anspruch nahm. Die „Räuberleiter“ gehörte da zum nützlichen Repertoire. Zuvor war es unter anderem unter Baumstämmen hindurch durch zehn Grad Celsius kaltes Wasser und durch tiefen Schlamm gegangen, der bis zu den Knien reichte.

Dreißigacker schaffte den Extremparcours in 1:37:25 Stunden – eine Topleistung, „die ich nie und nimmer erwartet hatte“, wie sie sagt. Das hätte bei den Männern für Platz 45 gereicht. Als 35. beendete Christof Jankowski (31) das Rennen, der Hannoveraner haderte ein wenig damit, dass an den Hindernissen tüchtig gedrängelt wurde, was ihn wertvolle Zeit kostete. Dass er wie auch Dreißigacker schnell ist, hatten beide voriges Jahr gezeigt, als sie sich den Gesamtsieg im „Laufpass“-Ranking der HAZ holten. Aber auch im ungewohnten Metier kommen beide offenbar gut zurecht.

Der Äthiopier Haile Gebrselassie ist doch nicht entthront: Geoffrey Mutai ist am Montag in Boston zwar den schnellsten Marathon aller Zeiten gelaufen, neuer Weltrekordhalter ist der Kenianer trotzdem nicht. So wollen es die Regeln.

18.04.2011

Gehört Andrea Petkovic bald zu den Allerbesten? Die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki traut dem neuen deutschen Tennis-Star den Sprung in die absolute Weltspitze zu.

18.04.2011

Das Formel-1-Spektakel hat schon am Sonntagmorgen Millionen PS-Fans vor die Fernseher gelockt. 5,48 Millionen Frühaufsteher verfolgten von 9 Uhr an bei RTL die Live-Übertragung vom Großen Preis von China.

18.04.2011