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Sport-Welt Die Dahlmeier-Festspiele
Sport Sport-Welt Die Dahlmeier-Festspiele
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15:23 19.02.2017
Gewohntes Bild in Hochfilzen: Laura Dahlmeier führt das Feld an. Quelle: dpa
Hochfilzen

Fünfmal Gold: Diese Biathlon-WM waren die Laura-Dahlmeier-Festspiele. Das Tagebuch ihrer Weltmeisterschaft.

Donnerstag, 9. Februar: Traumstart! Gold in der Mixed-Staffel, die war sie noch nie bei einer WM gelaufen. „Es sind große Emotionen, wenn man mit dem Team nach vorne läuft.“ Ihre achte WM-Medaille.

Freitag, 10. Februar: Herzschlag-Rennen im Sprint. Die Tschechin Gabriela Koukalova ist 4,0 Sekunden schneller: Silber, die neunte WM-Medaille. Déjà-vu zur letzten WM in Oslo. Dort holte Dahlmeier auch Silber im Sprint.

Sonnabend, 11. Februar: Den Sensationssieg von Benedikt Doll verfolgt sie im Teamhotel, zuerst auf der Massagebank beim Physiotherapeuten, dann im Restaurant. „Ich freu mich sehr für den Benni.“

Sonntag 12. Februar: Das Déjà-vu geht weiter. Gold nach einem Weltklasse-Rennen, Gold in der Verfolgung. Wie in Oslo. WM-Medaille Nummer zehn. Bei der Siegerehrung hilft sie den Platzierten beim Öffnen der Sektflaschen. Das Spritzen ins Publikum klappt wie bei den Formel-1-Stars.

Montag 13. Februar: Ruhetag, nix mit Biathlon. „Ausschlafen, Physiotherapie, abschalten, Handy ausschalten, weg von Ski, mal ganz was anderes machen.“ Die Teilnahme an der Pressekonferenz ihrer Skifirma ist allerdings Pflicht. Am Nachmittag Gleitschirmfliegen, Geschenk einer Freundin. Die Trainer erfahren davon hinterher. Ist egal, sagt Bundestrainer Gerald Hönig, es sei schwer, ihr etwas zu verbieten.

Dienstag, 14. Februar: Der zweite Ruhetag. Vormittags leichtes Lauftraining, nachmittags am Schießstand. Nur nicht aus dem Rhythmus kommen. Dazwischen muss sie zu einem Sponsorentermin. Wirklich ruhig ist der Tag also nicht. Sie gibt zu, dass der Spagat zwischen Konzentration und Wünschen der Öffentlichkeit schwierig ist.

Mittwoch 15. Februar: Sieg im Einzelrennen, die elfte WM-Medaille. Im Ziel ein Schwächeanfall, der Blutdruck ist im Keller. Tapfer übersteht sie Ehrungen und Interviews, will aber „nur noch ins Bett“.

Donnerstag, 16. Februar: Am Morgen Dopingkontrolle. Nach der Schwächeattacke vom Vortag steht Regeneration auf dem Plan: Langlaufen, Skiwandern, zeitig ins Bett.

Freitag, 17. Februar: Staffel-Gold! Dahlmeiers zwölfte WM-Medaille. Sie verausgabt sich, erleidet wieder einen Schwächeanfall. Doch bald ist sie wieder fit. Zur Siegerehrung wirkt sie bestens gelaunt.

Sonnabend, 18. Februar: Keine Termine. Mitteilung per Videobotschaft: „Heute fühle ich mich wirklich schon recht ordentlich. Und ich denke, dass morgen dem Start nichts im Wege steht.“

Sonntag 19. Februar: Die Krönung im Massenstart. Sieg, ohne Schwächeattacke. Dahlmeiers Rekorde: 13 WM-Medaillen insgesamt, elf hintereinander, sieben goldene. „Superschön“ findet sie. „Es lief vom ersten bis zum letzten Rennen perfekt.“ Jetzt ein paar Tage Ruhe.

Von Uwe Köster

Laura Dahlmeier hat bei der Biathlon-WM in Hochfilzen ihre fünfte Goldmedaille gewonnen und damit Sportgeschichte geschrieben.

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