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Sport-Welt Deutsche Sportförderung nicht transparent genug
Sport Sport-Welt Deutsche Sportförderung nicht transparent genug
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17:52 19.02.2015
Der aus Ungarn stammende Artistik-Student Bence zeigt im November 2014 in Berlin während einer Podiumsdiskussion des DOSB eine Akrobatik-Vorführung. Die Podiumsdiskussion fand zum Thema "25 Jahre Integration durch Sport" statt.  Quelle: dpa (Archiv)
Düsseldorf

Der Bundesrechnungshof hat die Sportförderung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) als zu wenig transparent und plausibel kritisiert. Zugleich wurde in dem am Donnerstag durch das Recherche-Netzwerk „Correct!v“ bekanntgewordenen Prüfbericht an das Bundesinnenministerium (BMI) moniert, der DOSB habe ein „Beratungsmonopol“ bei der Verteilung von Steuergeldern. Der Rechnungshof empfiehlt dem BMI nicht nur, sich sportfachlich von einer unabhängigen Einrichtung beraten zu lassen, sondern auch einen neuen Berechnungsschlüssel für die Förderung.

Der DOSB reagierte ungehalten auf den Report und hätte sich „in einigen Passagen mehr sportfachlichen Sachverstand und Kenntnis vom Sportsystem gewünscht“. Das BMI hat den Verbänden 2013 Zuwendungen von 46,3 Millionen Euro gewährt. Insgesamt fördert es den Spitzensport in diesem Jahr mit rund 153 Millionen Euro.

Der Rechnungshof rät dem Ministerium in dem 22 Seiten langen Prüfbericht auch, an den „Meilensteingesprächen“ teilzunehmen, die Plausibilität der beantragten Projekte der Verbände zu prüfen und geförderte (Medaillen-)Ziele realistisch nachzusteuern.

„Dies gilt umso mehr aufgrund der Erfahrungen mit den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi“, heißt es. „Der DOSB habe im Januar 2014 einen „angeblich nachgesteuerten“ Zielkorridor von 27 bis 42 Medaillen genannt - erreicht worden seien aber „nur“ 19 Medaillen. Empfohlen wird dem BMI auch, unabhängigen Sachverstand zu nutzen. Dazu käme das Bundesinstitut für Sportwissenschaften (BISp) infrage. Der DOSB hält den Vorschlag, dem Institut die Rolle des sportfachlichen Beraters zuzuweisen, für „problematisch und systemfremd“, da das Institut ohne unmittelbaren Bezug zur Trainings- und Wettkampfpraxis arbeite.

Der Rechnungshof hält auch die Veränderung des Berechnungsschlüssels für die Grundförderung der Verbände und deren „komplette Reform“ für opportun. Ebenso haben die Prüfer Zweifel, ob das Kriterium der „Anzahl der Wettbewerbe“ zu einer angemessenen Verteilung der Fördermittel beiträgt. So erhielten der Leichtathletik- und der Schwimmverband unabhängig vom erreichten sportlichen Erfolg allein wegen der Vielzahl der Wettbewerbe eine hohe Grundförderung.

Problematisch findet der Rechnungshof auch, dass nicht bekannt ist, wie sich die Fördermittel des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (IAT) von insgesamt 12,1 Millionen Euro auf die verschiedenen Verbände verteilen. „Sie stellen somit nicht das ganze Fördervolumen je Verband dar“, heißt es in dem Bericht. Dadurch entstehe ein „verzerrtes Bild der Förderung der einzelnen Verbände“.

Ähnlich undurchsichtig sei, welche Verbände in welchem Umfang von den 28 Millionen Euro an Zuwendung vom BMI für die Olympiastützpunkte profitierten. „Eine Reihe von Vorschlägen führt aus unserer Sicht nicht zu mehr Effizienz, wie sie dringend geboten wäre, sondern bloß zu mehr Bürokratie - das kann von keiner Seite gewollt sein“, erklärte der DOSB dazu.

Dem Dachverband ist der bereits am 19. November 2014 vom Bundesrechnungsbericht fertiggestellt Report nicht zugeleitet worden. „Das Papier kannten wir bislang nicht. Wir werden uns sorgfältig damit auseinandersetzen“, teilte der DOSB mit.

dpa

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