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Sport-Welt Cavendish sprintet zum Sieg, Ciolek wird Zweiter
Sport Sport-Welt Cavendish sprintet zum Sieg, Ciolek wird Zweiter
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18:28 08.07.2010
Mark Cavendish fuhr in Montargis als Erster über die Ziellinie. Quelle: afp

Mark Cavendish hat am Donnerstag bei der 97. Tour de France eine kleine Auferstehung gefeiert, während Gerald Ciolek mit Platz zwei seinen ersten Etappensieg knapp verpasste. Nach zwei verpatzten Sprints klappte es beim Briten endlich im Dritten: Der 25-Jährige Radprofi aus dem HTC Columbia-Rennstall, im Vorjahr der Tour-Überflieger mit sechs Tagessiegen, gewann einen Tag nach dem 40. Geburtstag seines Lehrmeisters Erik Zabel die 5. Etappe. Danach flossen beim Sieger Tränen.

Am Vortag im Finale von Reims noch saft- und kraftlos, sprühte er diesmal im Hitzekessel von Montargis vor Energie. Cavendish düpierte die Konkurrenz und ließ Ciolek und Boasson Hagen keine Chance. Erster Gratulant im Ziel für Cavendish, der den Hattrick von Altmeister Alessandro Petacchi verhindert hatte, war Zabel. Beide lagen sich in den Armen. „Die Rückschläge hatten an unserer Moral genagt. Heute hat ’Cav’ bewiesen, dass er jede Flachetappe gewinnen kann, wenn es zum Sprint kommt“, sagte sein Teamkollege Tony Martin.

U23-Weltmeister Gerald Ciolek war bisher bei den Massensprints unter seinen Möglichkeiten geblieben. Am Donnerstag hätte er es beinahe geschafft und war viel stärker als am Vortag, als er in Reims als Elfter chancenlos war. „Zweiter hinter Cavendish zu werden, zeigt, dass er hier eine Etappe gewinnen kann“, sagte Milram-Kapitan Linus Gerdemann über seinen Teamkollegen aus Pulheim. Ciolek ärgerte sich: „Natürlich bin ich enttäuscht. Der Zweite ist immer der erste Verlierer. Ich hatte heute die große Chacne auf den Sieg, aber Cavendish war wieder der Alte.“

Beim Siegerinterview im Fernsehen weinte Cavendish bittere Tränen. „Die Leute habe so viel schlechte Sachen über mich gesagt und hatten vielleicht manchmal auch Recht. Mein Team hat mir so sehr geholfen. Das ist heute ein ganz großer Moment für mich, sagte der als „Bad-Boy“ verschriene Profi von der Isle of Man.

Obwohl er seinen gefürchteten Punch zurückgefunden zu haben schien, dürfte es mit dem angestrebten Grünen Trikot in Paris sehr schwer werden. In der Punktwertung, die Zabel in der Tour- Endabrechnung sechsmal für sich entschieden hatte, liegt er weit hinter Titelverteidiger Thor Hushovd zurück. Zudem traut Zabel dem Norweger einiges zu: „Hushovd ist ein cleverer Kerl und weiß, wie er sein Trikot zu verteidigen hat“.

Im Gesamtklassement blieb nach der 5. Etappe alles beim Alten: Der Schweizer Fabian Cancellara führt weiter mit 23 Sekunden vor Geraint Thomas (Großbritannien) und 39 Sekunden vor Weltmeister Cadel Evans aus Australien.

Die letzten 1000 Meter hatten es in Montargis wieder mal in sich. 600 Meter vor dem Ziel mussten die mit einem Irrsinns-Tempo rasenden Sprinter eine enge und scharfe Rechtskurve meistern. Zum Glück blieben diesmal Stürze wie auf einem ähnlichen Parcours in Brüssel aus. Die vielstimmige Kritik an den Veranstaltern, solche Gefahrenstellen zu vermeiden, blieb bisher weitgehend ungehört.

Wie am Vortag hatten sich auf der dritten für Sprinter geeigneten Etappe unmittelbar nach dem Start in Épernay Ausreißer abgesetzt. Das Trio trotzte zwar lange den Verfolgern und der Hitze von fast 40 Grad. Aber 4000 Meter vor dem Ziel wurden der Franzose Julien El Fares, Jurgen van de Walle (Belgien) und José Ivan Guttierez (Spanien) vom Feld gestellt. Der Vorsprung der Spitze hatte zeitweilig sieben Minuten betragen.

dpa

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